Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen
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von  gewissen  kleinen  Würmern,  die  er  in  einer  Blase
des  Froschmänngens  angetroffen  haben  will,  und  sezt
hinzu,  daß  diese  Würmer  die  wahren  Werkmeister
der  Erzeugung  wären;  doch  hier  sind  seine  eigenen
Worte:  nachdem  das  Froschmänngen  das  Weibgen
„bestiegen,  und  es  heftig  an  sich  gedrükt  hat,  erwartet
„es  den  Zeitpunkt,  wo  die  Eier  aus  dem  Weibgen  hervorkommen, ¬
  sodenn  entschüttet  sich  das  Männgen
„seiner  Embryonen,  wie  ich  sie  wahrgenommen  habe,
sie  hängen  sich  an  die  Eier,  und  nähren  sich  einige
„Tage  von  denselben,  bis  sie  sich  von  stärkern  Nahrungsmitteln ¬
  erhalten  können.  Diese  Embryonen  be„halten ¬
  eben  die  Gestalt,  die  sie  in  der  Blase  des
„Vaters  haben.  Nach  Verlauf  ohngefähr  eines
Monates,  in  welcher  Zeit  sie  ihre  Gestalt,  so  wie  die
„Seidenwürmer  in  ihrem  Gespinste,  verändern,  entwik„keln ¬
  sie  ihre  Hinterschenkel,  welche  sie  von  einander
„strekken:  dieß  sind  die  Hinterfüsse,  welche  beym  Em„bryo ¬
  noch  mit  einander  vereinigt  sind,  und  den
„Schwanz  der  Larve  ausmachen,  die  der  Embryo  des
Frosches  ist.
Diese  Schrift  ist  schon  1752.  ans  Licht  getreten,
und  ich  habe  also  diese  Entdekkungen  mit  Bequemlichkeit ¬
  durchdenken  können.  Ich  habe  sogleich  die  Blase
in  dem  Bauche  des  Froschmänngens  mit  den  in  sich
enthaltenen  Würmern  zu  entdekken  gesucht,  und  habe
nach  der  gegebnen  Beschreibung  gefunden,  daß  dieses
die  Urinblase  war;  ich  habe  auch  darinne  Würmergen
von  der  Stärke  eines  Fadens  gefunden,  sie  sahen  weiß,
und  ein  wenig  gelblich  aus,  hatten  keine  Ringe,  waren ¬

            
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