Bemerkungen.
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Sechste Bemerkung.
§. 99.
Das anhaltende Feuer, welches die Männgen der
Kröten bei ihrer langwierigen Begattung zeigen, hat
mir zu einigen Versuchen Anlaß gegeben, von welchen
man die Resultate vermuthlich mit Verwunderung vernehmen =
wird. Ich habe im 41sten Paragraph gesagtdaß, ¬
als damals die Kröten mit rothen Augen
und warzigem Rükken, während der Begattung
flohen, und aus meinen vollen Wassergefäßen entwischten, =
um auf trokken Land zu kommen, das Weibgen
allemal das auf ihr sitzende Männgen, das nicht losließ, =
mit sich fort genommen habe. Vergebens hielt
ich das Männgen mit dem einen Fuße, an den ich einen
Faden gebunden hatte, eine Viertelstunde lang in die
Höhe. So unbequem auch diese Stellung war, so
machte sie doch keine Aendrung, und auch das Gewicht
des Weibgens, welches doch viel schwerer war, konte
das Männgen nicht bewegen loszulassen. Jch versuchte
es mit einer Nadel bald an den Schenkeln, bald an
den hintern Füssen, bald auf dem Rükken und an den
Seiten, bald auch gar an dem Kopfe zu reizen. Das
Blut floß, die Verwundungen verursachten Schmerzen,
dennoch aber ließ das Männgen sein Weibgen nicht fahren. =
Ganz ohne Erfolg schnitt ich das Männgen an verschiednen ¬
Theilen des Körpers mit einer Scheere; ich
schnitt sogar ganze Stükken Fleisch heraus, und doch
konte meine Grausamkeit ihn von seiner Geliebten nicht
losreissen. Endlich schnitt ich einen ganzen Schenkel ab,
und auch izt gieng das verliebte Männgen nicht eher
von