Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

Bemerkungen.
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von  dem  Männgen  nicht  waren  befruchtet  worden.
Aus  diesem  allen  folgt  offenbar:  Erstlich:  daß  die
Meinung  Swammerdams  nicht  allgemein  anzunehmen ¬
  ist,  weil  die  Begattung  erst  dann  geschieht,
wenn  die  Früchte  schon  in  der  Gebärmutter  vorhanden
sind,  wie  es  das  Beispiel  des  Laubfrosches  beweiset:
Bei  dem  Wasserfrosche  und  der  Kröte  aber  erfolgt  die
Begattung  eher,  als  die  Embryonen  in  die  Gebärmutter ¬
  treten:  Zum  andern:  daß  die  Gewalt,  mit
welcher  das  Männgen  sein  Weibgen  festhält,  ganz  und
gar  nicht  im  Stande  ist,  die  Ablösung  der  Eier  aus
den  Eierstökken  zu  bewirken,  wie  sich  Valisneri
vorstellt.  Wenn  wir  übrigens  in  diesem  Falle,  wie
bei  vielen  andern  Gegenständen  der  Naturlehre,  nicht
im  Stande  sind  allgemeine  Gesetze  zu  bestimmen;  so
müssen  wir  uns  blos  mit  Beobachtung  der  Abweichungen ¬
  und  der  Mannichfaltigkeit  in  den  Werken  der  Natur ¬
  begnügen.
Fünfte  Bemerkung.
§.  98.
Man  könte  fragen,  warum  die  Begattung  der
Frösche  und  Kröten,  besonders  in  kältern  Gegenden,
so  lange,  ja,  nach  Swammerdams  Bemerkungen,
in  Holland  wohl  vierzig  Tage  dauere?  woher  es  komme,
daß  während  der  Begattung  diese  Thiere  nicht  nur  Nahrung ¬
  zu  sich  zu  nehmen,  sondern  auch  für  ihre  Erhaltung ¬
  besorgt  zu  sein  vergessen,  da  sie  sich  denn  in  dieser
Zeit  leicht  fangen  lassen,  und  gar  nicht  an  die  Flucht
denken?
Jch
F  5.
            
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