Volltext : Spallanzani, Lazzaro: Versuche über die Erzeugung der Thiere und Pflanzen

86  I.  Abh.  Erster  Abschnitt.  Sechstes  Kapitel.
in  die  Misthaufen,  in  die  Begräbnisse,  in  faulendes
Fleisch,  und  noch  viele  andre  endlich  in  den  Körper
und  in  die  Haut  lebender  Thiere;  den  nämlichen
Fleiß  und  Sorgfalt  trift  man  bey  den  Leuchtkäfern,
Keulenkäfern  u.  a.  m.  an.
Um  mich  endlich  wieder  meinem  Hauptgegenstand ¬
  zu  nähern,  muß  ich  mich  auf  die  Beobachtung
berufen,  daß  die  meisten  Fische,  die  in  der  See  und
in  süßem  Wasser  leben,  ihre  Eier  in  die  leichtesten
Wasser,  welche  von  der  Sonne  am  kräftigsten  erwärmt
werden,  nicht  allein  deswegen  legen,  damit  sie  desto
eher  ausgebrütet  werden;  sondern  auch,  weil
diese  Wasser  voller  Wasser  =Insecten  sind,  die  der
jungen  Fischbrut  sogleich  zur  Nahrung  dienen.  Die
Meer=Schildkröten,  geben  ein  ander  Beispiel,  welches
eine  Aehnlichkeit  mit  denjenigen  Thieren  hat,  von  denen ¬
  ich  hier  gehandelt  habe:  sie  sind  vornehmlich  nur
Amphibien,  wenn  sie  sich  vermehren  wollen:  sodann ¬
  verlassen  diese  Thiere  das  Wasser,  kommen  aufs
Land,  um  ihre  Eier  in  den  Sand  zu  legen,  dahingegen ¬
  die  Frösche  und  Kröten  das  Land  verlassen,  um
sich  zu  dem  wichtigen  Endzwekke  der  Vermehrung  in  das
Wasser  zu  begeben.
Vierte  Bemerkung.
§.  97.
In  den  vier  ersten  Kapiteln  habe  ich  unter  andern ¬
  erwähnt,  daß  das  Frosch-  und  Krötenmänngen
ihre  Weibgen  während  der  Begattung  mit  ihren  Vorder= ¬

            
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