Bemerkungen.
vornehmlich in Meerlinsen besteht, welche in fließenden, ¬
strömenden Wassern nicht zu wachsen pflegen.
Unsre Amphibien besitzen, oder scheinen doch diejenige =
Vorsicht andrer Thiere zu besitzen, ihrer Vermehrung ¬
alle Vortheile zu verschaffen, welches man
vorzüglich in den Insecten bewundert. Man darf
nur einen geringen Grad von Wißbegierde besitzen,
um diesen kleinen Geschöpfen nachzuforschen, so wird
man gar bald über die Sorgfalt sich verwundern müssen, ¬
die sie beweisen, ihre Eier an solche Orte zu
legen, die den nachher ausgekrochnen Jungen mit
Sicherheit ihre zuträgliche Nahrung verschaffen.
Ein unermeßliches Heer von Schmetterlingen,
sowohl Tage= als Nachtvögel, entspringen aus Raupen, ¬
die auf verschiednen Pflanzen, sowohl auf Kräutern, =
als auch auf Gebüschen oder Sträuchern, genährt ¬
sind; und diese Schmetterlinge irren sich gar
nicht in ihrer Wahl der Pflanzen, welche die in
ihren Eiern verschloßnen Raupen nähren sollen; der
Schmetterling der Eiche legt seine Eier nie auf einen
Ulmbaum, oder auf irgend eine andre Pflanze: denn
ein solcher Irrthum wäre für seine Jungen tödtlich,
weil sie keine ihrer Natur gemäße Nahrung fänden.
Auch die Vorsorge der Fliegen muß man bewundern
und, da es vielerlei Arten von selbigen giebt, so legt
auch eine jede ihre Eier an bestimte Orte, einige in
den Kern, oder die Rinde des Baums, andre auf
die Blätter, noch andre in den Kelch der Blumen,
wiederum andre in die Erde, und andre in's Wasser,
F 3