Bemerkungen.
einiger Zeit, daß sich ihre Häute verliehren, und sie
das Ansehn, ihrer Thierart annehmen. Indem ich
diese Umstände noch genauer erwäge, scheint es mir,
als ob ich die wahre natürliche Ursache dieser wichtigen
Wahrheit entdekt hätte.
Die Früchte andrer Thiere haben zwar schon vor
ihrer Geburt die eharacteristische Gestalt ihrer Art:
aber sie erlangen dieselbe doch erst, früher oder später,
nach ihrer Befruchtung; in den ersten Augenblikken
sind sie fest eingeschlossen, und bilden sich nur erst nach
und nach. Dieß sieht man bei den Vögeln, die, ehe
sie in den Eiern ihre eigentliche Gestalt bekommen,
die allerwunderbarsten Veränderungen erleiden, wie
solches Haller und schon vor ihm Malpighi gezeigt ¬
haben. Die Vervollkommnung der Gestalt
der Frucht bei diesen Thieren erfolgt also erst in einer
bestimten Zeit nach der Befruchtung. Allein, bei
Fröschen und Kröten geschieht erst dann die Befrüchtung, =
wenn die kleinen zarten Früchte (fætus) aus der
Mutter zum Vorschein kommen: es ist also gar nicht
zu verwundern, wenn sie zu der Zeit eingeschlossen
sind: sie müssen es seyn, weil sie vorher noch nicht,
so wie die Früchte andrer Thiere, befruchtet sind.
Nur erst nach der Befruchtung, sobald sie zum
Vorschein kommen sind, werden die Früchte zu Larven. ¬
Vielleicht ist die kugelförmige Gestalt, welche
die Früchte dieser Amphibien in den Eierstökken haben,
das Modell oder der Keim andrer Thiere, die bisher
noch nicht befruchtet worden, wofern nicht diese Keime,
die
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