Volltext : Uhrig, Adam Joseph: System des Eherechtes

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  hierher:  1)  den  Tod;  2)  die  gerichtliche  Scheidung;
3)  den  bürgerlichen  Tod.  Ebenso  das  badische  Landrecht.2)
In  Preußen  sind  Gründe  zur  Auflösung  der  Ehe:  Ehebruch  und
unnatürliche  Laster  der  Unzucht,  wobei  der  Ehebruch  des  Mannes
den  der  Frau  nicht  compensirt,  ferner  dringender  Verdacht  der  Untreue, ¬
  bösliche  Verlassung  oder  Weigerung  der  Frau,  ihrem  Manne
in  einen  anderen  Wohnort  zu  folgen,  falls  sie  nicht  schön  vor  der
Heirath  sich  gegen  die  Domicilveränderung  verwahrt  hatte,  dann
Verweigerung  der  ehelichen  Pflicht,  unordentlicher,  zweckwidriger
Beischlaf,  eingetretenes  Unvermögen  oder  unheilbare  ekelhafte  Krankheit, ¬
  über  ein  Jahr  dauernder  Wahnsinn,  Lebensnachstellungen,
grobe  widerrechtliche  Ehrenkränkungen;  bei  Standespersonen  selbst
mündliche  Beleidigungen,  Drohungen  und  geringere  Thätlichkeiten;
grohe  Verbrechen,  Ergreifung  eines  schimpflichen  Gewerbes;  wissentlich ¬
  falsche  Anklage;  unordentliche  Lebensart,  Versagung  des  Unterhaltes ¬
  oder  verschuldeter  Mangel;  Uebertritt  zu  einer  nicht  christlichen
Religion;  wechselseitige  Uebereinkunft;
Sterilität  und  einseitige
ja
unüberwindliche  Abneigung.
nEhen
eischis ¬
  in  Preußen
ein  Erkenntniß  auf  bloße  Scheidung  von  Tisch  und  Beit  verboten.
Bei  rein  katholischen  Ehen  aber  ist  der  lebenslänglichen  Scheidung
die  Wirkung  einer  Eheauflösung  beigelegt  und  die  Wiederverehelichung
3
freigegeben.
1)  Code  Napoléon,  lib.  I.  Titre.  V.  chapitre  VII.  art.  227.  „Le
mariage  se  dissout  1.  par  la  mort  de  l'un  des  époux  ;  2.  par  le  divorce
légalement  prononcé;  3.  par  la  comdamnation,  devenue  définitive  de  l'un
des  époux  a  une  peine  emportant  mort  civile.“  Titre  VI.  chap.  I.  Des
causes  du  divorce.  art.  229.  „Le  mari  pourra  demander  le  divorce
pour  cause  d'adultère  de  sa  femme.  art.  230.  La  femme  pourra  demander
le  divorce  pour  cause  d'adultère  de  mari,  lors  quil  aura  tenu  sa  concubine
dans  la  maison  commune.  art.  231.  Les  époux  pourront  réciproquement
demander  le  divorce  pour  excès,  sévices,  ou  injures  graves  de  l'un  d'eux
envers  l'autre.  art.  232.  La  condamnation  de  l'un  des  époux  a  une  peine
infamante,  sera  pour  l'autre  époux  une  cause  de  divorce.  art.  233.  Le
consentement  mutuel  et  perséverant  des  epoux,  exprimé  de  la  manière
prescrite  par  la  loi,  sous  les  conditions  et  après  les  épreuves  qu'elle
détermine,  prouvera  suffisemment  que  la  vie  commune  leur  est  insupporable, ¬
  et  qu'il  existe,  par  rapport  à  eux,  une  cause  péremptoire  de
divorce.
2)  Art.  227  —  287.
3)  Preuß.  Landrecht.  Th.  II.  Tit.  I.  §§.  733.  734.
            
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