Volltext : Brackenhoeft, Theodor: ¬Die Identität und materielle Connexität der Rechtsverhältnisse oder Der Umfang der Wirkung der Res judicata, die Concurrenz der Klagen, und das Präjudicium

Drittes  Kapitek.
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Injurienklage  mit  der  actio  legis  Aquiliaela)  werden  die
verschiedenen  Meinungen  referirt  von:
Paulus  lib.  sing.  dé  concurr.  act.  L.  34.  pr.  D.
de  O.  et  A.  (44.  7.).  »  Qui  servum  alienum
injuriose  verberat,  ex  uno  facto  incidit  et
Aquiliam  et  actionem  injuriarum.  injuria  enim
ex  assectu  fit,  damnum  ex  culpa,  et  ideo  possunt ¬
  utrae  competere)  sed  quidam  altera
clecta,  alteram  consumi.  alii  per  legis  Aquiliae ¬
  actionem  injuriarum  consumi:  quoniam
desiit  bonum  et  acquum  esse  condemnari  eum,
qui  aestimationem  praestitit.  sed  si  ante  injuriarum ¬
  actum  esset,  teneri  eum  ex  lege  Aquilia. ¬
  sed  et  hacc  sententia  per  practorem  inhibenda ¬
  est:  nisi  in  id  quod  amplius  ex  lege
Aquilia  competit,  agatur.  rationabilius
itaque  est  eam  admitti  sententiam,  ut  liceat  ei
quam  voluerit  actionem  prius  exercere: -
  quod  autem  amplius  in  altera  est,
etiam  hoc  exsequi.«
Es  wird  hier  vorausgesetzt,  daß  beide  Klagen  »uno  facto«
begründet  seyen,  daß  also  z.  B.  derselbe  Schlag,  welcher
das  damnum  verursachte,  auch  die  historische  Grundlage
der  Injurienklage  bildet.  Die  actio  legis  Aquiliae  hat
hier  dann,  wenn  wegen  der  Zurückrechnung  eine  Werthserhöhung ¬
  verfolgt  wird,  in  dieser  ein  mit  dem  Objecte  der
mehreren  Klagen  unbedingt  cumulativ  concurriren,  und  die  nach  Hermogenian =
  (L.32.  D.  de  O.  et  A.)  die  herrschende  geworden  seyn
soll.
1a)  Vgl.  über  die  Verschiedenheit  der  Objecte  der  Injurien-  und
der  Aquilischen  Klage  (und  der  Klage  auf  Schmerzengeld)  und  über
deren  cumulative  Concurrenz:  Gensler  im  Arch.  für  civ.  P.  Bd.  I.
H.  1.  Nr  XI.
            
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