über einige Versuche mit dem Magnet. 95
die Magnet=Nadel gleichsam in der Ruhe ist, Memoir.
de
und folglich gegen ihre Härgen nicht würcken
l'Acad.
noch auch dieselben auf eine oder die andere
1730.
Seite niederdrücken kan. Um nun aber hierzu =
zu gelangen, so habe ich eine Magnet=Nadel
nach geraden Winckeln an das äusserste Ende
eines höltzernen Lineals von 2. Schuhen verwahret, =
welche mit ihrem andern Ende dergestalt =
an einer Schraube befestiget war, daß
dasjenige Ende, daran sich die Nadel befande,
einen Circul=Bogen beschreiben konte, und
an dieses Ende habe ich hernach eine Saite gebunden, =
die etliche mal um den Perpendicul
einer Uhr herum gewunden war. Da nun
alles auf einem Bret also eingerichtet war
so konte ich die Feder von dem Perpendicul
pag. 221.
spannen, wenn ich das kleine Lineal nach mir
zog, und wenn ich hernach dasselbe schnell wieder =
fahren ließ, so fuhr das Lineal geschwind
wieder zurück, und nahm die Nadel mit sich
fort, welche auf solche Weise sehr jähling durch
den Wirbel eines Magneten, den ich zu diesem
Ende auf das Bret geleget hatte, hindurch
drung. Jch habe dieses Experiment sehr vielmal =
wiederholet, also, daß ich bald die Nadel
dem Strome nach, bald demselben entgegen
hindurch fahren ließ, und ob es mir gleich bedüncket =
hat, als ob sie etwas stärcker magnetisch ¬
worden wäre, wenn sie dem Strom entgegen =
getrieben worden, so war dennoch der Unterschied =
so geringe, daß allezeit der Schluß daher ¬
zu machen war, es müsse die Bewegung
der