Memoir,
de
l'Acad.
730.
P. 220.
94 II. Abtheilung der Anmerckungen
sie aus einem Pol heraus, und durch den andern =
wieder hinein gehet; wenn man aber die
Nadel erst gelinde über die Einfassungen des
Magneten hinweg gezogen hat, so ist es nöthig,
daß sie eine der vorigen entgegen gesetzte Richtung =
annehme, weil das Ende der Nadel, welches ¬
anfänglich bey dem Pol N. sich befand,
nachhero zu dem Pol M. gelanget, und nicht
derjenige Pol, so dieselbe zu erst berühret hat,
sondern der letztere, die Kraft zuwege bringt,
welche nachhero in der Nadel zurücke bleibet.
Jch habe einen Versuch machen wollen, ob
es nicht möglich sey die Geschwindigkeit des
Stroms der magnetischen Materie nur bey
nahe wenigstens zu bestimmen; ohnerachtet
ich aber einen gewissen Grad der Geschwindigkeit ¬
fest gesetzet habe, welchen sie noch weit
übertrifft, so fehlet gleichwohl noch sehr vieles
daß ich sie nicht genau habe bestimmen können. =
Hier ist die Vorstellung, die ich mir
desfals gemacht habe.
Da ich allezeit nur einen einfachen Strom
zum Grunde setze, welcher in dem Magnet circuliret, =
und indem er aus demselben herfür
kommt, sich von M. nach N. zu wendet, so darf
eine Nadel nicht magnetisch werden, wenn ich,
um dieselbe nach diesem Strich durch den Wirbel =
hindurch zu ziehen, mit eben solcher oder
auch einer grösseren Geschwindigkeit in selbigen ¬
eindringe, dergleichen der Strom selbst
nicht hat, weil die Materie, indem sie alsdenn
eine gleiche Geschwindigkeit hat, in Absicht au
die