Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir.
de
l'Acad.
1730.
pag.  219.

II.  Abtheilung  der  Anmerckungen
92
damit  ein  jeder  Theil  derselben  die  Einfassung
des  Magneten  berühre;  wenn  sie  aber  wieder
herabgenommen  wird,  so  muß  solches  in  einer
parallelen  Lage  mit  der  Achse  des  Magneten  gegeschehen, =
  ohne  daß  man  sie  gantz  und  gar  wieder =
  über  beyde  Pole  allmählich  fortrücke,  weil,
wie  wir  kurtz  vorher  angemercket  haben,  ihre
Kraft  sich  wieder  vermindern  würde,  wenn  diejenige =
  Spitze  davon,  so  anfänglich  an  einem
von  den  beyden  polis  sich  befand,  auch  den  andern =
  wieder  berühren  solte.  Die  Erfahrung
bestätiget  diese  Theorie  vollkommen,  und  der
Stahl,  so  auf  diese  Art  ist  bestrichen  worden,
bekommt  also  eine  weit  stärckere  magnetische
Kraft,  als  nach  den  beyden  erstern  Arten,
welche  inzwischen  doch  nur  allein  gebräuchlich
sind.
Bey  dieser  Gelegenheit  willich  noch  ein  Experiment ¬
  anführen,  das  sich  in  keinen  von  den
mir  bekannt  gewordenen  Schriftstellern  findet;
es  bestehet  solches  darinnen,  daß,  wenn  man
eine  Nadel  in  einer  Entfernung  von  ohngefehr =
  2.  Linien  von  der  Einfassung  des  Magneten =
  vorbey  ziehet,  ohne  den  Magnet  zu  berühren, =
  alsdenn,  zur  Erhaltung  eben  solcher  Würckung, =
  nichts  daran  gelegen  sey,  ob  sie  von
Norden  nach  Süden  zu,  oder  von  Süden  nach
Norden  zu,  gelinde  fortgerücket  werde,  oder
auch,  daß  man  sie  nur  eine  kleine  Zeit  lang,  in
einer  geringen  Entfernung  von  der  Einfassung
des  Magneten,  gantz  unbeweglich  halte.
diesen  dreyerley  Fällen  erhält  die  Nadel  eben
eine
            
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