fullscreen : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir,
de
l'Acad.
1730.
pag.  216.

II.  Abtheilung  der  Anmerckungen
88
dennoch  unmöglich  ihre  Richtung  durch  die  2
Ströme  würde  erklären  können:  Denn  wenn
eine  Wetter=Fahne  zweyen  Winden  ausgesetzet =
  wäre,  die  einander  gerade  entgegen  stünden, ¬
  so  würde  entweder  einer  stärcker  seyn,  als
der  andere,  oder  sie  würden  von  gleicher  Kraf
seyn.  Jn  dem  erstern  Fall  würde  die  WeterFahne =
  ohnfehlbar  durch  denjenigen  Wind
herumgetrieben  werden,  der  den  andern  an  der
Gewalt  übertrifft,  und  sie  würde  sich  in  eben
dem  Zustande  befinden,  als  wenn  sie  nur  einem
eintzigen  Winde  ausgesetzet  wäre,  dessen  Gewalt =
  durch  das  Uebermaß,  so  einer  für  dem
andern  hat,  würde  angedeutet  werden.
In
dem  zweyten  Fall  werden  beyde  Winde,  in
Ansehung  ihrer  Gewalt  einander  das  Gleichgewicht =
  halten,  und  die  Wetter=Fahne  ohne
einige  Veränderung  in  allen  den  Stellungen
lassen,  darinnen  sie  sich  befinden  möchte.  Solchemnach =
  schicket  sich  also  das  Lehr=Gebäude
von  zwey  Strömen  noch  weniger  dazu,  die
Richtung  der  halbstählernen  Magnet=Nadel
zu  erklären,  als  das  andere,  und  wir  haben  nur
jetzo  erstlich  gesehen,  daß  keine  Schwierigkeit
dabey  vorkomme,  wenn  man  nur  einen  Strom
annimmt,  weil  die  magnetische  Materie  blos
und  allein  nach  der  Neigung  der  inneren  Theile =
  der  Magnet=Nadel,  als  zu  welchen  sie  sich
allein  schicket,  keinesweges  aber  nach  der  Beschaffenheit ¬
  ihrer  äusserlichen  Gestalt,  zu  würcken =
  pflegt.
Ich  glaube  nicht,  daß  sonst  noch  ein  Einwur =

            
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