Memoit.
de
l'Acad.
1730
pag.ai;
II. Abtheilung der Anmerckungen
84
folgen, daß
als der andere, so würde daraus
der Strom, so von Süden nach Norden zu
gehet, auch mehrere Kraft haben, mithin also
die Magnet=Nadel gegen Norden hin getrieben ¬
werden müsse; und also ist dieser Einwur
bey nahe wider alle Lehr=Gebäude gerichtet,
er ist aber deswegen dennoch von keiner grösseren ¬
Wichtigkeit und kan gar leicht beantwortet =
werden. Man darf sich zu solchem Ende
nur desjenigen Grund=Satzes erinnern, der
fast bey allen Lehr=Gebäuden angenommen
ist, und darinnen bestehet, daß sich die Materie =
viel leichter in dem Magnet, oder in
dem magnetischen Eisen, bewege, als in
der Luft. Jst dieser Grund=Satz fest gesetzet, =
so darf die auf das Wasser gesetzte Magnet=Nadel =
keine nach Norden zu fortgehende
Bewegung haben: Denn weil sie durch den
Strom der Materie mit fortgezogen wird, so
müste diese mehr Widerstand finden, wenn sie
in die kleinen Oefnungen der Magnet=Nade
eindringen will, als diese letztere selbst antrift,
wenn sie das anreiben (frictio) der Theilgen
des Wassers überwältigen soll; da nun aber
die magnetische Materie gantz frey und ohne
alle Hinderniß in die kleinen Oefnungen der
Magnet=Nadel eindringet, und zwar nach der
Länge derselben, so ist noch kein Theil von der
Kraft solcher Materie angewendet worden, um
die Magnet=Nadel gegen Norden hin zu treiben, ¬
und diese Kraft muß nur dahin gerichtet
seyn, um dieselbe herum zu drehen, damit die
klei¬