Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoit.
de
l'Acad.
1730
pag.ai;

II.  Abtheilung  der  Anmerckungen
84
folgen,  daß
als  der  andere,  so  würde  daraus
der  Strom,  so  von  Süden  nach  Norden  zu
gehet,  auch  mehrere  Kraft  haben,  mithin  also
die  Magnet=Nadel  gegen  Norden  hin  getrieben ¬
  werden  müsse;  und  also  ist  dieser  Einwur
bey  nahe  wider  alle  Lehr=Gebäude  gerichtet,
er  ist  aber  deswegen  dennoch  von  keiner  grösseren ¬
  Wichtigkeit  und  kan  gar  leicht  beantwortet =
  werden.  Man  darf  sich  zu  solchem  Ende
nur  desjenigen  Grund=Satzes  erinnern,  der
fast  bey  allen  Lehr=Gebäuden  angenommen
ist,  und  darinnen  bestehet,  daß  sich  die  Materie =
  viel  leichter  in  dem  Magnet,  oder  in
dem  magnetischen  Eisen,  bewege,  als  in
der  Luft.  Jst  dieser  Grund=Satz  fest  gesetzet, =
  so  darf  die  auf  das  Wasser  gesetzte  Magnet=Nadel =
  keine  nach  Norden  zu  fortgehende
Bewegung  haben:  Denn  weil  sie  durch  den
Strom  der  Materie  mit  fortgezogen  wird,  so
müste  diese  mehr  Widerstand  finden,  wenn  sie
in  die  kleinen  Oefnungen  der  Magnet=Nade
eindringen  will,  als  diese  letztere  selbst  antrift,
wenn  sie  das  anreiben  (frictio)  der  Theilgen
des  Wassers  überwältigen  soll;  da  nun  aber
die  magnetische  Materie  gantz  frey  und  ohne
alle  Hinderniß  in  die  kleinen  Oefnungen  der
Magnet=Nadel  eindringet,  und  zwar  nach  der
Länge  derselben,  so  ist  noch  kein  Theil  von  der
Kraft  solcher  Materie  angewendet  worden,  um
die  Magnet=Nadel  gegen  Norden  hin  zu  treiben, ¬
  und  diese  Kraft  muß  nur  dahin  gerichtet
seyn,  um  dieselbe  herum  zu  drehen,  damit  die
klei¬
            
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