über einige Versuche mit dem Magnet. 83
tiger werden könte, wenn wir erstlich durch gute
Memo r.
Beobachtungen solten gewiß versichert werde =
l'Acad.
den, daß man dergleichen Erleuchtungen, oder
1730.
Scheine, gegen den mittägigen Pol nicht
pag. 212.
wahrnehme.
Es ist aber nicht genung daran, daß ich mich
bestrebet habe, das Lehr=Gebäude von einem
einfachen Strom, durch verschiedene Beweisthümer, =
so ich habe ausfinden können, fest zu
setzen, sondern ich muß nun auch auf die Einwürfe ¬
antworten, die man dagegen machen
kan. Derjenige, so sich unserm Verstande
am leichtesten vorstellet, bestehet darinnen,
daß, wenn nur ein eintziger Strom von der
magnetischen Materie vorhanden wäre, so
würde alsdann ohnfehlbar eine auf die OberFläche =
des Wassers frey gestellete MagnetNadel, =
durch die Bewegung der Materie nur
gegen einen Pol getrieben werden; weil nun
aber dieses nicht erfolget, so muß sie nothwendig =
durch 2 Ströme von gleicher Kraft und pag ui3.
Stärcke getrieben werden, die das GleichGewicht =
gegen einander halten, und nur allein
der Magnet=Nadel verstatten, daß sie sich selbst
herum wendet, um sich nach den Polen zu
richten, ohne daß sie dieselbe mehr nach einem,
als nach dem andern Pol hin treiben solten.
Man kan aber, ehe ich noch auf diesen Einwurf =
antworte, gar wohl sagen, es streite derselbe =
fast eben so starck wider das Lehr=Gebäude ¬
von 2 Strömen: Denn da der Pol, so
sich nach Norden hinwendet, viel stärcker ist,
als
§2