Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir.
de
l'Acad.
1730.
pag.  212.

II.  Abtheilung  der  Anmerckungen
82
zünden  können,  oder  auch  einige  derselben,  so
sich  bereits  würcklich  entzündet  haben,  in  der
Luft  zerstreuet  und  ausgebreitet  sind,  und  sie
nach  dem  Grad  ihrer  Dichte  und  Schwere  in
denjenigen  zwischen-Raum  des  Erdbodens
geführet  werden,  wo  die  magnetische  Materie
am  häͤufigsten  circuliret,  so  nimmt  derjenige
Strom,  der  nach  Norden  zu  sich  beweget,  diese
in  dem  gantzen  Dunst=Kreis  zerstreuete  Ausdämpfungen =
  wieder  zusammen,  und  vereiniget ¬
  sie  in  der  Gegend  des  Nord=Pols;  diejenigen ¬
  nun,  so  bereits  entzündet  sind,  zünden  so
dann  auch  die  andern  an,  oder  sie  entzuͤnden  sich
auch  durch  das  blosse  zusammenstossen,  und
der  Strom  der  magnetischen  Materie  zertheilet ¬
  sie  in  solche  Strahlen,  wie  wir  sie  hernach
zu  Gesichte  bekommen.  Man  kan  noch  hinzu
fügen,  daß,  nach  den  richtigsten  und  auf  das
genaueste  gemachten  Beobachtungen,  der
Mittel=Punct,  nach  welchen  diese  Strahlen
zusammen  laufen,  fast  allezeit  auf  14.  oder  15.
Grad  gegen  Westen  zu  abweiche,  welches  bey
nahe  eben  so  viel  ist,  als  die  Abweichung  der
Magnet=Nadel  vorjetzo  beträgt.  Dafern
nun  dieser  Mittel=Punct  der  Strahlen  sich  in
Zukunft  auch  nach  den  Veränderungen  des
Magneten  richten  solte,  so  könte  dieses  uns  auf
etwas  gewisseres  führen:  Vorjetzo  will  ich
aber  diese  Erklärung  nicht  weiter  treiben,  welche ¬
  ohne  hin  nur  in  einer  blossen  Muthmassung
bestehet,  wiewohl  sie  doch  nicht  ohne  alle
Wahrscheinlichkeit  ist,  und  künftig  noch  wichtiger =

            
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