Metadata : Scherffer, Karl: Trigonometrischer Versuch von der Wahl des Standes, aus welchem man die Entfernung zweier Oerter abmißt, derer nur einem beyzukommen ist, wenn in Bestimmung der nöthigen Winkel entweder nur in einem, oder in zweyen ein Fehler begangen wird

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Trigzonom.  Versuch
Halbeireul  bey  Estößt.  Es  zeigt  sich  alsogleich,
daß  die  Winket  KEB,  BAI  einander  gleich
sind,  und  die  Auflösung  des  Dreyeckes  AHE
anstatt  AB  eine  gleich  große  Länge  AH  geben
muß.
Esliegt  uns  nurob,  den  Punkt  E  wenigstens
beynahe  zu  bestimmen,  und  wenn  wir  schon  nicht
gänzlich  allen  Fehler  vermeiden,  so  ist  es  doch  gewiß, =
  daß  er  sehr  klein  seyn  muß.  Zu  diesem  Ende =
  setzen  wir,  der  Bogen  BI  sey  unendlich  klein,
so  wird  das  bey  B  rechtwinklichte  Dreyeck  GBI
wegen  des  Winkels  BGI  =  45",  auch  die  Seiten ¬
  BG,  BI  gleich  haben.  Und  wenn  wir  aus
A  mit  dem  halben  Durchmesser  AG  noch  einen
Bogen  beschreiben,  so  muß  dieser  unendlich  nahe
bey  K  den  Halbeireul  ABD  schneiden,  mithin
kann  GK  von  GI  nicht  unterschieden  seyn,  und
KGList  als  ein  rechter  Winkel  anzusehen.  Ueber =
  dieß  fällt  BH  in  dem  gleichschenklichten  Dreyecke =
  IBG  von  der  Spitze  B  senkrecht  auf  die
Grundlinie  GI,  und  schneidet  sie  in  zwey  gleiche
Theile,  daß  folglich  sich  KG=  GI  zu  GH,  wie
2  zu  1  verhalte.  Nehmen  wir  nun  KG  für  den
halben  Durchmesser,  und  GH  für  die  berührende ¬
  Linie  des  Winkels  GKH,  oder  (bey  Verlängerung ¬
  des  KG  bis  in  L)  LKE  an,  so  finden
wir  diesen  26°  34  beynahe.  Es  wird  demnach
der  Bogen  DE  (weil  DL  =  KB  unendlich  klein
ist)  =  53°  8/,  der  Winkel  BAE  =  18°  126
BEA  =  45°,  als  welcher  von  dem  Viertel  AB
des  ganzen  Umkreises  unterstützet  wird.  Wir
wollen  nun  sehen,  wie  die  wirkliche  Berechnung
eintreffe,  für  welche  zu  merken  ist,  daß  allezeit
HAE  von  18°  26  musse  genommen  werden,  was
            
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