Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir.
de
l'Acad.
1730.
pag.  207.

II.  Abtheilung  der  Anmerckungen
74
sich  gegen  Vorden,  und  denjenigen,  der  sich
gegen  Süden  hinwendet,  allezeit  andeutete.
Sonst  ist  auch  dieses  noch  ein  eigener  sehr
bekannter  Umstand  von  dem  Magnet  und  dem
magnetischen  Eisen,  daß  der  polus,  so  gegen
Norden  gerichtet  ist,  allezeit  mehr  Eisen  anziehet, =
  als  der  andere.  CARTESIVS  und  fast
alle  andere  Naturkündiger,  die  ihm  nachgefolget =
  sind,  haben  erstlich  voraus  zum  Grunde
gesetzt,  daß  sich  dieses  nur  in  den  mitternächtigen =
  Ländern  also  ereigne,  ohne  weiter  auf  eine
andere  Erfahrung  sich  zu  gründen,  die  mir  doch
bekannt  ist;  so  dann  haben  sie  diese  Begebenheit =
  also  erkläret,  daß  sie  sagen,  es  würde  der
südliche  polus  der  Magnet=Steine,  oder
des  magnetischen  Eisens,  auf  eben  eine  solche
Art  durch  den  nordlichen  Pol  des  Erdbodens,
wenn  man  sich  denselben  als  einen  grossen  Magnet =
  fürstellete,  in  seiner  Kraft  verstärcket,  wie
es  mit  zweyen  Magneten  zu  ergehen  pflegte,
wenn  man  dieselben  solcher  massen  zusammen
fügte,  daß  zweyerley  poli,  von  verschiedenen
Namen,  mit  einander  vereiniget  würden.
Es  sind  aber  bey  dieser  Erklärung  annoch
verschiedene  Dinge  zu  untersuchen,  und  zwar,
ohnerachtet  es  erstlich  gewiß  ist,  daß  in  den
vorgedachten  Ländern  derjenige  polus  des  Magneten, =
  der  sich  nach  Norden  wendet,  mehr
Eisen  anziehe,  als  der  andere,  und  daß  man
nur  einen  Magnet=Stein  in  Feilspäne  eintuncken ¬
  dürfe,  um  hiervon  überzeuget  zu  werden,  so
bleibt  es  nichts  destoweniger  sehr  ungewiß,  ob
dieses
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer