Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir.
de
l'Acad.
1730.
p.  205.

pag.  206

II.  Abtheilung  der  Anmerckungen
72
würckliche  Schwere,  welche  macht,  daß  sie
sich  von  einer  Seite  nach  der  andern  umkehren,
nachdem  man  die  eiserne  Stange  auf  verschiedene =
  Art  beweget.
Wenn  man  ein  Stück  Eisen  an  einem  Magnet =
  gestrichen  hat,  und,  indem  man  es  in  einer
senckrechten  Stellung  hält,  an  dasjenige  Ende
desselben  schlägt,  das  sich  nach  Süden  zu  wendet, =
  so  wird  man  seine  Kraft  noch  mehr  vermehren, =
  weil  man  nichts  anders  damit  thut,  als
nur  veranlasset,  daß  sich  eine  grössere  Anzahl
von  Härgen  nach  derjenigen  Seite  zu  niederlegen, =
  wo  sie  eigentlich  sich  also  befinden  sollen;
wenn  man  aber  auf  das  andere  Ende  schläͤgt,  so
richten  sich  die  Häͤrgen  wieder  empor,  der  magnetischen ¬
  Materie  wird  der  freye  Eingang  versperret, =
  die  Kraft  des  Eisens  vermindert  sich
und  wenn  man  mit  dem  schlagen  fortfähret,  so
verlieret  sie  sich  gäntzlich,  wendet  sich  nach  dem
andern  Ende  des  Eisens,  und  bringet  ihm  eine
Richtung  zuwege,  die  der  vorherigen  entgegen
gesetzt  ist.
Da  nun  diese  Begebenheiten,  welche  auf
die  Erfahrung  gegründet  sind,  also  ihre  völlige
Richtigkeit  haben,  so  folget  daraus  gantz  deutlich =
  und  ungezwungen,  daß  nur  ein  eintziger
Strom  von  der  magnetischen  Materie  müsse
vorhanden  seyn,  und  daß  derselbe  von  derjenigen =
  Seite  in  das  magnetische  Eisen  eindringen
müsse,  die  sich  nach  Süden  zuwendet,  weil  die
Härgen,  welche  nach  der  andern  Seite  zu  sich
zusammen  gelegt  haben,  derselben  den  freyen
Ein=
            
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