Memoir.
de
l'Acad.
1728.
pag. 512.
I. Abtheilung der Anmerckungen
58
Wenn sich nun unter einer langen Zeit eine
grössere Anzahl von den Härgen möchten
übereinander gelegt haben, so werden sie binnen =
solcher dergestalt seyn zusammen verbunden =
worden, daß wenn man gleich die eiserne
Stange wird umgekehret haben, dennoch nur
wenige wieder zurück fallen werden, folglich
wird dieselbe ihre polos behalten, und ein
würcklicher Magnet seyn; und so ist es ebe
mit dem Creutz zu Chartres beschaffen. Wenn
man eine eiserne Stange an dem einen Ende
heiß machet, und sie nachgehends gerade in die
Höhe stellet, so werden ihre durch die Würckung =
des Feuers erweiterte kleine Oefnungen
eine grosse Anzahl von den Härgen niederfallen =
lassen, welche hernach nicht wieder so geschwind =
auf die andere Seite zurück fallen
können, wenn man die Stange wird umgekehret =
haben, weil ihre durch die Kälte wieder zusammen =
gezogene kleine Oefnungen ihnen solches =
nicht verstatten werden. Hier ist also
wieder ein beständiger Magnet, wie wir solches
würcklich bey dem letztern Experiment gesehen
haben.
Diese Erklärung hat mir geschienen einigen
Beyfall zu verdienen, und es hat mir gedeuchtet, =
als ob sie sich gantz ungezwungen aus
den von mir vorausgesetzten Grund=Sätzen
herleiten liesse; jedoch sahe ich sie nur noch als
einen Lehr=Satz an, zudem noch mehrere Beweisse =
erfordert würden, wenn er völlig bestä= tiget =
werden solte. Einige Betrachtungen,