Full text : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir.
de
l'Acad.
1728.
pag.  512.

I.  Abtheilung  der  Anmerckungen
58
Wenn  sich  nun  unter  einer  langen  Zeit  eine
grössere  Anzahl  von  den  Härgen  möchten
übereinander  gelegt  haben,  so  werden  sie  binnen =
  solcher  dergestalt  seyn  zusammen  verbunden =
  worden,  daß  wenn  man  gleich  die  eiserne
Stange  wird  umgekehret  haben,  dennoch  nur
wenige  wieder  zurück  fallen  werden,  folglich
wird  dieselbe  ihre  polos  behalten,  und  ein
würcklicher  Magnet  seyn;  und  so  ist  es  ebe
mit  dem  Creutz  zu  Chartres  beschaffen.  Wenn
man  eine  eiserne  Stange  an  dem  einen  Ende
heiß  machet,  und  sie  nachgehends  gerade  in  die
Höhe  stellet,  so  werden  ihre  durch  die  Würckung =
  des  Feuers  erweiterte  kleine  Oefnungen
eine  grosse  Anzahl  von  den  Härgen  niederfallen =
  lassen,  welche  hernach  nicht  wieder  so  geschwind =
  auf  die  andere  Seite  zurück  fallen
können,  wenn  man  die  Stange  wird  umgekehret =
  haben,  weil  ihre  durch  die  Kälte  wieder  zusammen =
  gezogene  kleine  Oefnungen  ihnen  solches =
  nicht  verstatten  werden.  Hier  ist  also
wieder  ein  beständiger  Magnet,  wie  wir  solches
würcklich  bey  dem  letztern  Experiment  gesehen
haben.
Diese  Erklärung  hat  mir  geschienen  einigen
Beyfall  zu  verdienen,  und  es  hat  mir  gedeuchtet, =
  als  ob  sie  sich  gantz  ungezwungen  aus
den  von  mir  vorausgesetzten  Grund=Sätzen
herleiten  liesse;  jedoch  sahe  ich  sie  nur  noch  als
einen  Lehr=Satz  an,  zudem  noch  mehrere  Beweisse =
  erfordert  würden,  wenn  er  völlig  bestä=  tiget =
  werden  solte.  Einige  Betrachtungen,
            
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