Memoir.
de
l'Acad.
1728.
pag.508.
52 I. Abtheilung der Anmerckungen
nem jeden von ihren beyden Enden, die nordliche, =
oder südliche Spitze der Magnet=Nadel ¬
anzogen, wenn ich sie in einer horizontalen
Stellung nahe daran brachte. Mit den
Feuer=Zangen ereignet sich etwas sehr unterschiedenes =
und besonders, indem ihre poli viel
genauer bestimmet sind. Was ist aber nun
die Ursach hiervon, und was trägt sich denn so
gar besonderes mit ihnen zu? Dieses wollen
wir so gleich jetzo sehen.
Man bedienet sich der Feuer=Schaufeln und
Feuer=Zangen, um damit das Feuer in Ordnung =
zu erhalten; da sie nun sehr dünne sind,
so erhitzen sie sich sehr geschwind; man ziehet sie
nachhero aus dem Feuer zurück und stellet sie
gantz unachtsam neben dem Camin hin, wo sie
gemeiniglich aufrecht stehend wieder kalt werden. =
Wer solte nun wohl glauben, daß diese
so schlechte Verrichtung eigentlich verursache,
daß die magnetische Kraft in diesen Jnstrumenten =
herfür gebracht werde? Gleichwol ist
nichts gewisser, und man kan am allerleichtesten ¬
hiervon überzeuget werden.
Ich habe eine eiserne Stange genommen,
die keine magnetische Kraft hatte, und solche an
dem einen Ende heiß gemacht und hernach wieder =
kalt werden lassen, und auf diese Art, daß
ich das heiß gemachte Ende unterwärts gestellet. ¬
Dieses Eisen hatte, nachdem es kalt geworden, =
eben die Eigenschaft, wie die FeuerSchaufeln, ¬
indem das heiß gemachte Ende
desselben die südliche Spitze, und das andere =