Histoire
de
l'Acad
1730.
pag 6.
30 II. Vorbericht zu den Anmerckungen
Durchganges einrichtet und in Ordnung
bringet, doch sind solches nur die allerzärtesten. =
Es folget also hieraus, daß sie sich in den
engesten Räumen bewege, die von aller Luft
leer sind, und dieses giebt dem Herrn du FAY
auch eine Antwort an die Hand, auf den Einwurf, =
den man ihm wider die kleinen Härgen
des Eisens gemacht hat von welchen er behauptet =
hat, daß sie vermöge ihrer eigenen Schwere
auf eine oder die andere Seite fielen. Dieses
Gewicht, hat man gesagt, muß für nichts gerechnet =
werden, wegen der ungemeinen Zartheit =
der kleinen Härgen. Nun müste es auch
wohl in der That für nichts gerechnet werden,
wofern diese Härgen sich in der Luft befänden;
da sie nun aber nicht darinnen sind, so begegnet
ihnen eben das, was sich mit einer PflaumFeder =
ereignet, welche in dem Luft=leeren
Raum der Luft=Pompe, eben so geschwind,
oder mit eben der Schwere zu Boden fällt, als
wenn sie von Bley wäre.
Die Geschwindigkeit der magnetischen
Materie muß mit ihrer Zartheit überein kommen ¬
und derselben gemäß seyn, und bey dieser
Gelegenheit ist der Herr du FAY auf die Gedancken ¬
gerathen, solche Geschwindigkeit auszumessen. =
Er hat sich vorgestellet, daß eine eiserne =
Nadel, die noch nicht magnetisch wäre,
wenn sie durch den Wirbel eines Magnets mit
eben solcher Geschwindigkeit, wie sich dieser
Wirbel bewegete, hindurch führe, nicht würde
magne.