Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Histoire
de
l'Acad
1730.
pag  6.

30  II.  Vorbericht  zu  den  Anmerckungen
Durchganges  einrichtet  und  in  Ordnung
bringet,  doch  sind  solches  nur  die  allerzärtesten. =

Es  folget  also  hieraus,  daß  sie  sich  in  den
engesten  Räumen  bewege,  die  von  aller  Luft
leer  sind,  und  dieses  giebt  dem  Herrn  du  FAY
auch  eine  Antwort  an  die  Hand,  auf  den  Einwurf, =
  den  man  ihm  wider  die  kleinen  Härgen
des  Eisens  gemacht  hat  von  welchen  er  behauptet =
  hat,  daß  sie  vermöge  ihrer  eigenen  Schwere
auf  eine  oder  die  andere  Seite  fielen.  Dieses
Gewicht,  hat  man  gesagt,  muß  für  nichts  gerechnet =
  werden,  wegen  der  ungemeinen  Zartheit =
  der  kleinen  Härgen.  Nun  müste  es  auch
wohl  in  der  That  für  nichts  gerechnet  werden,
wofern  diese  Härgen  sich  in  der  Luft  befänden;
da  sie  nun  aber  nicht  darinnen  sind,  so  begegnet
ihnen  eben  das,  was  sich  mit  einer  PflaumFeder =
  ereignet,  welche  in  dem  Luft=leeren
Raum  der  Luft=Pompe,  eben  so  geschwind,
oder  mit  eben  der  Schwere  zu  Boden  fällt,  als
wenn  sie  von  Bley  wäre.
Die  Geschwindigkeit  der  magnetischen
Materie  muß  mit  ihrer  Zartheit  überein  kommen ¬
  und  derselben  gemäß  seyn,  und  bey  dieser
Gelegenheit  ist  der  Herr  du  FAY  auf  die  Gedancken ¬
  gerathen,  solche  Geschwindigkeit  auszumessen. =
  Er  hat  sich  vorgestellet,  daß  eine  eiserne =
  Nadel,  die  noch  nicht  magnetisch  wäre,
wenn  sie  durch  den  Wirbel  eines  Magnets  mit
eben  solcher  Geschwindigkeit,  wie  sich  dieser
Wirbel  bewegete,  hindurch  führe,  nicht  würde
magne.
            
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