Histoire
de
l'Acad.
1728.
pag. 8
22 I. Vorbericht zu den Anmerckungen rc.
scheinlicher ist. Man pflegt nemlich das Feuer
mit solchen Zangen in Ordnung zu bringen, und
solches geschiehet gemeiniglich mit demjenigen
Theil, der unten hin gestellet wird, wenn man
sie den Sommer hindurch in dem Winckel des
Camins stehen lässet. Dieses äusserste Ende
ist unzehlich mal heiß und wieder kalt worden;
seine kleinen Oefnungen haben sich erweitert
und nachhero wieder zusammen gezogen; wenn
sie nun erweitert gewesen, so haben sie ihre
kleinen Härgen eine gewisse Stellung annehmen =
lassen, und wenn sie sich zusammen gezogen, =
so haben sie solche entweder in dieser, oder
einer andern Stellung befestiget, welche sie also ¬
nicht leicht wieder verändern können, wobey =
sie auch zugleich die nöthige Beweglichkeit
nicht mehr haben, um die polos also zu verändern. ¬
In der That hat auch der Herr du FAY
wahrgenommen, nachdem er eiferne Stangen
an dem einen Ende hatte heiß machen und sie
gerade in die Höhe stellen lassen, und zwar das
heiß gemachte Ende bald ober=bald unterwärts,
daß ihre poli alsdenn immerzu überein und unverändert ¬
geblieben, wenn man sie gleich wieder =
umgekehret.
Der Herr du FAY führet den Lehr=Satz von
den kleinen Härgen noch immer weiter aus, als
mit welchem seine Experimente allezeit überein
kommen. Es ist uns aber anjetzo genung, daß
wir seinen Weg deutlich angezeiget haben, um
die Begierde zu erwecken, demselben also auf
dem Fusse nachzufolgen.
Der