I. Vorbericht zu den Anmerckungen
Histoire mercken, welchen der Herr du Far angezeiget
de
hat. Es wird nemlich bey dieser Erscheinung
l'Acad
voraus gesetzt, daß die eiserne Stange durchaus
1728.
von gleicher Dicke sey, damit der Mittel=Punct
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ihrer Schwere auch gerade in der Mitte sey, oder
den Mittel=Punct der Figur abgebe. Wo aber
dieses nicht ist, so wird dasjenige, was wir eben
jetzo von dem Mittel=Punct der Figur angezeiget
haben, nur bey dem Mittel=Punct der Schwere
eintreffen. So viel Aufmercksamkeit und Richtigkeit =
erfordert also dieses Spielwerck der magnetischen =
Kraft, und so viele Kleinigkeiten sind
dabey zu beobachten, die man gar zu leicht
übersehen kan.
Bey dieser zweyten Art das Experiment zu
machen, wird die Verwechselung mit den
Polis allezeit eben so wol erfolgen als bey der
erstern; man wird auch nichts weiter dabey
nöthig haben, als daß man nur das andere mal
die eiserne Stange ebenfals vertical, aber
umgekehret, an die Magnet=Nadel halte.
Woher mag nun aber wol diese so leichte
und so gesch winde Verwechselung mit den
Polis kommen? CARTESIUS hat in seinem LehrGebäude ¬
von dem Magnet, welches auf einem
solchen scharfsinnigen Grund beruhet, den es
allerdings verdienet, und das daher noch allezeit ¬
fest bestehet, dieses besonders vorausgesetzet, ¬
daß das Eisen ein noch unvollkommener
Magnet sey, weil dessen kleine Oefnungen
(pori) von lauter zarten, aber doch steifen und
metallischen Härgen, gantz rauh und ungleich,
auch