Hstoire
de
l'Acad.
1723.
pag. 22
Anhang II. Nachricht
192
hinein dringen solte; der Herr Le MONNIEF
hält hingegen dafür, es treibe diese Materie
die Feilspäne fort, weil sie nicht in dieselben
hinein dringet, und daß so gar die leeren Plätze, ¬
oder die Gattungen von Furchen, welche
sich zwischen den durch die Feilspäne gemachten =
Krümmen befänden, die wahrhaften Wege =
der magnetischen Materie wären, welchnur =
die Feilspäne auf beyden Seiten aus einander =
triebe. Wenn man aber diesen Punct
unentschieden lässet, wie er auch in der Thaf
also bleiben kan, so wird dieses Experiment
wenn es ein klein wenig verändert wird, sogleich
erweisen, daß die magnetische Materie nich
so leicht in den Magnet eindringe, als man sic
einbildet.
Der Herr Le MONNIER hat 2. Magneten unter =
das Karten=Blat gelegt, und zwar also,
daß ihre Pole von verschiedenen Nahmen nahe
zusammen kamen. Jn diesem Fall sollen nun
nach dem gemeinen Lehr=Gebäude, die magnetische =
Wirbel sich wieder zusammen vereinigen
und einen eintzigen ausmachen, und folglich
wuͤrden auf dem Karten-Blat nur 2. leere Platze ¬
entstehen, und zwar gegen den beyden Polen =
über. Es geschiehet aber, daß sich allezeit
4. leere Plätze formiren, welches ein Kennzeichen =
ist, daß die beyden Wirbel sich nicht zusammen =
vermischt haben, und die magnetische
Materie keineswegs aus einem Magnet in den
andern gegangen sey.
Dieses Experiment beweiset nicht allein, daß
die