Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Hstoire
de
l'Acad.
1723.
pag.  22

Anhang  II.  Nachricht
192
hinein  dringen  solte;  der  Herr  Le  MONNIEF
hält  hingegen  dafür,  es  treibe  diese  Materie
die  Feilspäne  fort,  weil  sie  nicht  in  dieselben
hinein  dringet,  und  daß  so  gar  die  leeren  Plätze, ¬
  oder  die  Gattungen  von  Furchen,  welche
sich  zwischen  den  durch  die  Feilspäne  gemachten =
  Krümmen  befänden,  die  wahrhaften  Wege =
  der  magnetischen  Materie  wären,  welchnur =
  die  Feilspäne  auf  beyden  Seiten  aus  einander =
  triebe.  Wenn  man  aber  diesen  Punct
unentschieden  lässet,  wie  er  auch  in  der  Thaf
also  bleiben  kan,  so  wird  dieses  Experiment
wenn  es  ein  klein  wenig  verändert  wird,  sogleich
erweisen,  daß  die  magnetische  Materie  nich
so  leicht  in  den  Magnet  eindringe,  als  man  sic
einbildet.
Der  Herr  Le  MONNIER  hat  2.  Magneten  unter =
  das  Karten=Blat  gelegt,  und  zwar  also,
daß  ihre  Pole  von  verschiedenen  Nahmen  nahe
zusammen  kamen.  Jn  diesem  Fall  sollen  nun
nach  dem  gemeinen  Lehr=Gebäude,  die  magnetische =
  Wirbel  sich  wieder  zusammen  vereinigen
und  einen  eintzigen  ausmachen,  und  folglich
wuͤrden  auf  dem  Karten-Blat  nur  2.  leere  Platze ¬
  entstehen,  und  zwar  gegen  den  beyden  Polen =
  über.  Es  geschiehet  aber,  daß  sich  allezeit
4.  leere  Plätze  formiren,  welches  ein  Kennzeichen =
  ist,  daß  die  beyden  Wirbel  sich  nicht  zusammen =
  vermischt  haben,  und  die  magnetische
Materie  keineswegs  aus  einem  Magnet  in  den
andern  gegangen  sey.
Dieses  Experiment  beweiset  nicht  allein,  daß
die
            
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