Memoir.
de
l'Acad.
1723.
pag. 144.
176. Des Hrn. von Reaumur Erfahrungen
den und in eine conische Spitze verwandeln
lassen, worauf sie gleich viel stärcker angezogen. ¬
Wenn auch alle Umstände sonst überein =
sind, so trägt die Dicke des Werckzeuges
ebenfalls etwas zur Vermehrung seiner Kraft
mit bey.
Vor allen Dingen aber ist hauptsächlich
nöthig, daß das Werckzeug eine gewisse Länge
habe; man mag ihm gleich einen Diameter
geben, was man für einen will, so wird es dennoch =
entweder gar nicht, oder nur sehr wenig
magnetisch werden, wenn es allzu kurtz ist. Jh
habe Grabstichel schmieden lassen, die nur einen =
Zoll lang waren, und 8. oder 9. Linien im
Durchschnitt hatten, sie zogen aber kaum einige =
wenige Feilspäne an, nachdem viel Eisen
damit war durchbohret worden; da hingegen
andere Grabstichel , so 3. oder 4. Zoll lang waren, =
und nur eine oder anderthalb Linien im
Durchschnitt hatten, kleine Nägel anzogen. =
Wir haben zu einer gleichen Anmerckung ¬
Anlaß gegeben in Ansehung der Stücker
Eisen, welche man magnetisch macht, indem
sie zerbrochen werden. Wenn eines von den
beyden einzelen Stücken, die durch das Zerbrechen ¬
entstanden sind, kurtz ist, so ziehet es
gar nichts, oder doch sehr wenig, an; es mus
das Eisen eine gewisse Länge haben, damit es
der magnetischen Materie einen genugsamen
Eingang verstatte, denn die Dicke kan hierzu
nichts helffen; die Vermehrung der anziehenden ¬
Kraft, die ein Stück Eisen erhalten kan
stehet