Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir.
de
l'Acad.
1723.
pag.  144.

176.  Des  Hrn.  von  Reaumur  Erfahrungen
den  und  in  eine  conische  Spitze  verwandeln
lassen,  worauf  sie  gleich  viel  stärcker  angezogen. ¬
  Wenn  auch  alle  Umstände  sonst  überein =
  sind,  so  trägt  die  Dicke  des  Werckzeuges
ebenfalls  etwas  zur  Vermehrung  seiner  Kraft
mit  bey.
Vor  allen  Dingen  aber  ist  hauptsächlich
nöthig,  daß  das  Werckzeug  eine  gewisse  Länge
habe;  man  mag  ihm  gleich  einen  Diameter
geben,  was  man  für  einen  will,  so  wird  es  dennoch =
  entweder  gar  nicht,  oder  nur  sehr  wenig
magnetisch  werden,  wenn  es  allzu  kurtz  ist.  Jh
habe  Grabstichel  schmieden  lassen,  die  nur  einen =
  Zoll  lang  waren,  und  8.  oder  9.  Linien  im
Durchschnitt  hatten,  sie  zogen  aber  kaum  einige =
  wenige  Feilspäne  an,  nachdem  viel  Eisen
damit  war  durchbohret  worden;  da  hingegen
andere  Grabstichel  ,  so  3.  oder  4.  Zoll  lang  waren, =
  und  nur  eine  oder  anderthalb  Linien  im
Durchschnitt  hatten,  kleine  Nägel  anzogen. =
  Wir  haben  zu  einer  gleichen  Anmerckung ¬
  Anlaß  gegeben  in  Ansehung  der  Stücker
Eisen,  welche  man  magnetisch  macht,  indem
sie  zerbrochen  werden.  Wenn  eines  von  den
beyden  einzelen  Stücken,  die  durch  das  Zerbrechen ¬
  entstanden  sind,  kurtz  ist,  so  ziehet  es
gar  nichts,  oder  doch  sehr  wenig,  an;  es  mus
das  Eisen  eine  gewisse  Länge  haben,  damit  es
der  magnetischen  Materie  einen  genugsamen
Eingang  verstatte,  denn  die  Dicke  kan  hierzu
nichts  helffen;  die  Vermehrung  der  anziehenden ¬
  Kraft,  die  ein  Stück  Eisen  erhalten  kan
stehet
            
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