Memoir.
de
l'Acad.
1723.
Pag 136.
164 Des Hrn. Reaumur Erfahrungen
Schwierigkeit biegen lässet. Hierzu schickt
sich nun keine besser, als die Gestalt des EisenDrats. =
Eben diese Erfahrung zeiget aber
auch, daß, wenn man dasselbe will starck magnetisch =
machen, alle Biegungen, die man ihm
beybringt, sich näher nach dem einen Ende zu,
als nach dem andern befinden müssen. Es ist
allerdings schwer zu erklären, warum, wenn diese =
Biegungen von der Mitte entfernet sind,
sie die magnetische Materie mehr nöthigen, ihren =
Weg vielmehr nach dem nächsten Ende,
als nach demjenigen, das schon magnetisch
worden ist, zu nehmen; es scheinet zwar, daß
sie gegen die magnetisch gemachte Seite alle
Wege offen finden müsse, nur daß dieselben
länger sind. Solte sie nun wol in Ansehung
der Länge und Weite des Weges einen grössern =
Widerstand zu überwinden für sich finden,
als denjenigen den sie findet, indem sie sich neue
Wege eröffnen muß? Es würde hieraus folgen, =
daß die magnetische Materie zu der Zeit,
da sie sich in dem Eisen beweget, ohne unterlaß
Hindernisse zu überwältigen haben würde.
Wenn man mit den mehresten Naturkündigern =
voraus setzet, daß die Canäle, durch welche
sie sich fortwältzet, wegen der empor stehenden
Härgen, rauh und uneben sind; daß diejenige
Kraft, welche erfordert wird, um sich einen
Durchgang zu verschaffen, eben dieselbe sey,
die sie hat muͤssen anwenden, um gedachte Härgen ¬
niederzudrücken; so hat sie währender ihrer =
Circulation nur so viel Kraft vonnöthen,
wo=