Memoir.
l'Acad.
1723.
Pag, 125.
148 Des Hrn. von Reaumur Erfahrungen
men worden, die wir haben erklären wollen.
Jn so ferne nun solche vorausgesetzte Existentz
der mehrgedachten Wirbel hierinnen einiges
Genüge leistet, und sich keine Schwierigkeit
findet, dieselbe zuzulassen, so wird es genug seyn,
wenn man sie in einer vernünftigen NaturLehre ¬
nur indeß annimmt; die Erfahrungen
aber, welche wir im folgenden beybringen werden, =
tragen gar vieles mit bey, das würckliche
Daseyn solcher kleinen Wirbel um desto mehr
feste zu setzen. Um auch vorjetzo sogleich diejenige =
Vorstellung, so mir diese Erfahrungen
von dem Eisen gemacht haben, zu beschreiben,
so muß ich sagen, daß ich dasselbe als einen unvollkommenen ¬
Magnet ansehe, und solches
nicht allein deswegen, weil es geneigt ist, die
Eigenschaften des Magneten anzunehmen, sondern =
ich sehe es hauptsächlich deswegen dafür
an, weil es beständig von einer grossen Menge
der magnetischen Materie angefüllet und durchdrungen =
ist. Vielleicht besitzt es weniger von
derselben, als der Magnet, welches mir noch
unbekannt ist; doch glaube ich, es enthalte
eine ziemlich grosse Quantität von derselben.
Ich will aber hier nicht allein von den kleinen
Wirbeln der magnetischen Materie handeln,
von welcher ich vorausgesetzt habe, daß sie in
dem inneren Theil des Eisens circulire, sondern
ich stelle mir auch noch andere Wirbel für,
welche beständig in die Substantz des Eisens
eindringen, und nachhero wieder heraus gehen;
mit einem Wort, ich glaube, daß das Eisen
eben