146 Des Hrn. von Reaumur Erfahrungen
entweder indem man das Eisen damit zertheilet, =
oder ihn mit einem schwachen Magnet gestrichen =
hat, so benimmt man ihm seine anziehende =
Kraft entweder völlig, oder doch mehrentheils: =
Diese Schläge sind also vermögend die
Wirbel der magnetischen Materie wieder zu
vernichten, ohnerachtet sie vielleicht die Theile
des Eisens, auf welche sie fallen, weniger zusammen ¬
drucken, als wol sonst der Meisel mit
denenjenigen Theilen zu thun pflegt, die sich
seiner Würckung widersetzen.
Vielleicht möchte es aber auch das Ansehen
haben, als ob der von uns vorausgesetzte bedingte ¬
Lehrsatz, wegen der auf einige Weisein
dem Eisen selbst eingeschlossenen Wirbel der
magnetischen Materie, eine merckliche Schwierigkeit =
gegen unsere Erklärung abgebe. Dieses
Metall scheinet nicht geschickt zu seyn, dem Lau
der magnetischen Materie zu widerstehen; kan
wol diese Materie, da sie so gar leicht in dasselbe =
eindringet, auf einige Weise darinnen eingeschlossen ¬
bleiben? Es ist wahr, daß solche
Ströme der magnetischen Materie, dergleichen ¬
aus dem Magnet kommen, sich alsobald
können Wege in dem Eisen eröffnen; wenn
aber diese Materie sich nicht so schnell fortbeweget, =
so macht sie das Eisen nur erstlich mit
der Zeit bis auf den Grad magnetisch, daß es
in den Stand gesetzt wird anderes Eisen anzuziehen. =
Die Hindernisse, so durch grosse Ströme =
überwältiget werden, widerstehen den
pag. 124. kleinen Bächen; die Theile des Eisens widersetzen =
Memoir.
de
l'Acad.
1723.
Pag. 123