Memoir
l'Acad.
1723.
pag. 122.
144 Des Hrn. von Reaumur Erfahrungen
Richtungen wird sie ohne Zweifel dahin geleltet, =
daß sie in das stählerne Werckzeug hinen
dringet, indem seine Theile, welche härter und
rauher sind als die Theile des Eisens, entweder
gar nicht, oder doch sehr wenig sind zusammen
gedruckt worden, da solches inzwischen den andern =
sehr starck wiederfahren ist. Man beliebe
sich hierbey auch zu erinnern, daß wir bereit
anderswo erwiesen haben, daß die Theile des
gehärteten Stahls mehr von einander zertrennet =
sind, als die Theile des ungehärtet
Stahls. Die magnetische Materie kan solchemnach =
leichter in den Stahl eindringen, al
noch fernerhin in dem Eisen circuliren, oder,
vielleicht befindet sie sich wohl gar bereitz
gezwungen sehr kleine Wirbel zu beschreiben
sie eröfnet sich also daselbst neue Wege, ode
erweitert diejenigen, so bereits daselbst vorhanden =
waren, und indem alle diese Materie eben
denselben Weg zu nehmen suchet, so befindet
sich der Stahl in eben denjenigen Umständen,
in welchen er seyn würde, wenn man ihn an
einen von den beyden Polen eines schwachen
Magneten würde gehalten haben.
Wiederholet man hernach diese Operation,
so vermehret man die anziehende Kraft des
Werckzeugs; es wird sich neue Materie genöthiget =
befinden in dasselbe hinein zu dringen;
sie wird sich neue Wege eröffnen, oder diejenigen =
erweitern, die schon geöffnet sind; die Circulation =
der magnetischen Materie wird viel
freyer von statten gehen, oder, welches eben so
viel