Memoir.
de
l'Acad.
1723
pag. 120
Pag. 121.
142 Des Hrn. von Reaumur Erfahrungen
mich hier weder bey der Figur dieser Materie.
noch bey der Untersuchung auf, ob sie durch ei nen =
von beyden Polen hinein, und durch den
andern wieder heraus gehe, oder ob sie durch
beyde hinein gehe, nicht weniger auch, wie
diese Materie eigentlich anziehe, ob solches geschehe, ¬
indem sie die zwischen dem Eisen und
dem Magnet befindliche flüssige Substanz
forttreibet, oder indem sie das Eisen andrücket.
Alle diese Fragen gehören zu einer GeneralAbhandlung ¬
von dem Magnet, welche ich hier
zu liefern nicht die geringste Absicht habe. Jch
bin zufrieden, wenn man mir zugestehet, daß
die anziehende Kraft des Magneten eine Würckung =
der Wirbel der magnetischen Materie
sey, welche sich in und um diesen Stein herum
bewegen; daß das Eisen, wenn es magnetisch
wird, eben dergleichen Wirbel bekomme, und
daß hieraus folge, daß, wenn sonst alle Unstände =
überein sind, je mehr die Quantität der
Materie, woraus ein Wirbel entstehet, vermehret =
wird, desto mehr auch die anziehende
Kraft verstärcket werde.
Jch mache auch noch einen andern bedingten =
Lehr=Satz, der mir eben so nöthig ist, als
der vorhergehende. Ich verlange jetzo nur,
daß man mir denselben indeß einräume; vielleicht =
werde ich aber zeigen, daß man mir nicht
zu viel zugestanden, sondern ich wol noch ein
mehreres hätte fordern können. Dieser zweyte =
bedingte Lehr=Satz bestehet nun darinnen,
daß das Eisen, in welchen sich die Eigenschaften =