Memoir.
de
l'Acad.
1723.
pag. 117.
136 Des Hrn. von Reaumur Erfahrungen,
selben haben solte, weil eine blosse und fast nur
augenblickliche Berührung dieses Steins ihm
dieselbe mittheilet; ja es verlanget dieselbe so
gar allein und für sich, ohne daß es den Magnet =
berühre. Die berühmten Creutze auf
den Glocken=Thürmen zu Aix und Chartrehaben =
genugsam gezeiget, daß das Eisen, wenn
es viele Jahre nach einander der Luft ist ausgesetzt =
gewesen, sich in einen würcklichen Magnet =
zu verwandeln scheine. Es bedarf aber
auch keiner gar zu langen Zeit, wenn es eine
etwas schwächere magnetische Kraft annehmen =
soll; eine eiserne Stange, die gerade über
sich in die Höhe ist gestellet worden, bekommt
gar bald 2. Pole, wie ein Magnet, davon der
eine sogleich eine von den beyden Spitzen
einer Magnet=Nadel anziehet, und der andere
eben dieselbe Spitze von sich stößt: Es ist bekannt, =
daß man in einem jeden Camin etwas
antrifft, womit man dieses Experiment machen =
kan; die Feuer=Zangen sind hierzu besonders =
geschickt, wenn man nur genau Achtung =
hat, daß ihr oberster Theil nicht unter
sich gekehret werde. Der Herr ROHAVLT
meldet, daß, nachdem er ein langes und dünnes ¬
Stück Stahl glüend gemacht, und solches =
nachhero gehärtet, indem er es in einer
senckrechten Linie mit dem Horizont gehalten
er sodann an einem jeden Ende desselben die
Kraft eines der Pole des Magnets bemercket ¬
habe, die zugleich mit der andern verknüpft
gewe=