Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

Memoir.
de
l'Acad.
1723.
pag.  117.

136  Des  Hrn.  von  Reaumur  Erfahrungen,
selben  haben  solte,  weil  eine  blosse  und  fast  nur
augenblickliche  Berührung  dieses  Steins  ihm
dieselbe  mittheilet;  ja  es  verlanget  dieselbe  so
gar  allein  und  für  sich,  ohne  daß  es  den  Magnet =
  berühre.  Die  berühmten  Creutze  auf
den  Glocken=Thürmen  zu  Aix  und  Chartrehaben =
  genugsam  gezeiget,  daß  das  Eisen,  wenn
es  viele  Jahre  nach  einander  der  Luft  ist  ausgesetzt =
  gewesen,  sich  in  einen  würcklichen  Magnet =
  zu  verwandeln  scheine.  Es  bedarf  aber
auch  keiner  gar  zu  langen  Zeit,  wenn  es  eine
etwas  schwächere  magnetische  Kraft  annehmen =
  soll;  eine  eiserne  Stange,  die  gerade  über
sich  in  die  Höhe  ist  gestellet  worden,  bekommt
gar  bald  2.  Pole,  wie  ein  Magnet,  davon  der
eine  sogleich  eine  von  den  beyden  Spitzen
einer  Magnet=Nadel  anziehet,  und  der  andere
eben  dieselbe  Spitze  von  sich  stößt:  Es  ist  bekannt, =
  daß  man  in  einem  jeden  Camin  etwas
antrifft,  womit  man  dieses  Experiment  machen =
  kan;  die  Feuer=Zangen  sind  hierzu  besonders =
  geschickt,  wenn  man  nur  genau  Achtung =
  hat,  daß  ihr  oberster  Theil  nicht  unter
sich  gekehret  werde.  Der  Herr  ROHAVLT
meldet,  daß,  nachdem  er  ein  langes  und  dünnes ¬
  Stück  Stahl  glüend  gemacht,  und  solches =
  nachhero  gehärtet,  indem  er  es  in  einer
senckrechten  Linie  mit  dem  Horizont  gehalten
er  sodann  an  einem  jeden  Ende  desselben  die
Kraft  eines  der  Pole  des  Magnets  bemercket ¬
  habe,  die  zugleich  mit  der  andern  verknüpft
gewe=
            
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