Memoir
de
l'Acad
1731.
Pag 610.
134 III. Abtheilung der Anmerckungen
hängt, um die Helfte kürtzer, als die andere,
und lasse das äusserste Ende von der andern
Seite spitzig zulaufen, damit es sogar die Theile =
der Grade recht genau anzeige, und also einen =
doppelten Weg, mit demjenigen, den die
Kugel nimmt, beschreibe, wodurch also auch
die geringste Veränderung sehr deutlich in die
Augen fällt.
Man wird mir zwar wol den Einwurf machen, =
es könne die gemäßigte Beschaffenheit der
Luft eben so wol die schnellende Kraft (Elasticität) =
meiner Feder, als die Kraft des Magneten, =
in gewisser masse verändern, mithin würde
es mir nicht möglich seyn, die rechte Ursache der
Bewegung meiner Nadel zu erforschen; ich
helfe aber dieser Schwierigkeit gar leicht wieder ¬
ab, indem ich an der Spitze meiner Nadel
2. Federn, eine über die andere, befestige, deren
Kreis=Linien gegen einander laufen, damit also, =
wann die Feuchtigkeit der Luft die eine von
den Federn vielleicht möchte anfangen schlaff
zu machen, sie zugleich auch die entgegen stehende =
schlaff mache, und die Nadel also immer
zu gleiche Stärcke beweisen könne, um der
Würckung des Magneten zu widerstehen;
solchemnach wird die Veränderung, so sich ereignen =
möchte, lediglich der Ungleichheit der
Stärcke des Magneten beyzumessen seyn.
Der Herr du TERTRE zeigte vor einigen Jahren =
der Academie eine Uhr, bey welcher er, in
gleicher Absicht, an der Unruhe 2 Federn angebracht =
hatte, und man urtheilete damals, daß
diese