Memoir.
de
l'Acad
1731.
P. 607
130 III. Abtheilung der Anmerckungen
het, daß diese beyden Ursachen sehe oft von einander =
unterschieden seyn können.
Man kan demnach nicht sagen, daß die Nähe =
des Nord=Pols von dem Erdboden, in den
mitternächtigen Ländern, die Kraft des südlichen ¬
Pols des Magneten vermehre, weil man
aus allen Begebenheiten, die ich bisher angeführet ¬
habe, deutlich ersiehet, daß dieser südliche =
Pol, welchen ich den Pol des Ausganges =
nenne, öfters von schwächerer Kraft befunden =
werde, als der andere.
Jnzwischen muß ich auch hier gestehen, daß
man aus der Erfahrung, so ich in meiner zweyten =
Abhandlung als einen Beweis gegen die
Erklärung des CARTESII beygebracht hatte,
keinen bündigen Schluß machen könne:
Denn ich hatte mich nur begnüget, einen Magnet =
in Eisen=Feile hinein zustossen, und dabey =
wahrgenommen, daß die Annäherung eines =
andern Magneten nicht verursachet hatte
daß er mehr von der Eisen=Feile angenommen
oder daß er von derjenigen, die bereits daran
gehangen, etwas habe fallen lassen; ich habe
aber nachhero dieses Experiment mit grössern
Fleiß und Behutsamkeit, durch Beyhülffe meiner ¬
kleinen Wage, von neuem gemacht, und
dabey wahrgenommen, daß, wenn man an
den Pol einer magnetisch gemachten Platte,
welcher mit so vielen Feilspänen beladen ist, als
es nur tragen kan, den Pol, so eben diesen Namen =
führet, nahe anhält, jener sodann alles
was er angezogen hat, wieder fallen lasse, an
stat