über einige Versuche mit dem Magnet 129
Memoir.
allezeit gedachte Nadel in einer weitern Entde =
fernung anzog, als die andere Spitze, welches
l'Acad.
offenbar das Gegentheil ist von demjenigen,
1731.
was sich mit der erstern Platte ereignet hatte.
Eben diese Experimente haben mir auch eben
dergleichen Veränderungen gezeiget, als ich sie
mit andern Platten gemacht, mithin bleibet es
also ausser allen Zweifel gesetzt, daß die Kraft
ein schwereres Gewicht zu halten keine Verbindung =
habe mit der Kraft das Eisen in einer
weitern Entfernung anzuziehen, und daß so wol
die eine, als die andere, keinesweges von der
Richtung des magnetisch gemachten Stahls
herrühre, sondern lediglich von der stärckern
oder schwächern Neigung zu der Annehmung
einer von diesen beyden magnetischen Kräften,
welche in der besondern Stellung seiner innerlichen =
Theile verborgen liegt.
Es ist leicht zu begreiffen, daß der Pol einer
stählernen Platte, oder eines Magneten, der
weniger Eisen in die Höhe ziehet, dasselbe dennoch =
in einer weitern Entfernung anziehen könne; =
denn die Distantz, innerhalb welcher der1607. =
selbe in das Eisen würcket, wird durch die Wiedervereinigung, =
oder Zerstreuung der Materie,
bey dem Eingang oder Ausgang des Magneten, ¬
bestimmet; da hingegen die mehrere oder
wenigere Quantität der in denselben eindringenden =
Materie diejenige Kraft zuwege bringt,
vermittelst welcher er das Gewicht des Eisens
zu halten vermag, woraus man also leicht siehet, =