über einige Versuche mit dem Magnet 125
machte Sache ansehen konte, daß nemlich bey
einem jeden Magneten derjenige Pol, so die
Kugel in der weitesten Entfernung anziehet,
auch das stärckste Gewicht halten könne:
nichts destoweniger gewinnet es das Ansehen,
als ob eines so unstreitig aus dem andern folge,
daß man kaum glauben wird, als ob es nöthig
sey, sich hiervon durch die Erfahrung zu überzeugen. =
Jch habe es inzwischen mit den stählernen =
Platten, deren ich oben Erwehnung gethan, =
versuchen wollen, zumal da ich im Stande =
war, mich dessen durch die Abwiegung des
Gewichts, welches jeder von ihren Polen halten =
konte, viel genauer zu versichern, als mit
den Magneten selbst, und da ich nachher ihre
Pole nach und nach an die stählerne Kugel der
Nadel hielt, so sahe ich gar leicht, welcher von
beyden in der weitesten Entfernung anzog.
Jch nahm demnach eine solche Platte, wie
sie in der zweyten Figur vorgestellet ist, machte =
dieselbe magnetisch, indem ich sie nurbloß
auf die Einfassung des grossen Magneten legte,
und sie so parallel, als es mir nur immer möglich ¬
war, wieder herab nahm, worauf sodann
die Spitze A. welches eigentlich ihr Pol des
Eingangs war, oder der sich gegen Süden
wendete, die Kugel in einer weiteren Entfernung =
anzog, als der andere, auch 9. Quenten
und eine halbe empor hob, anstatt daß der andere =
nur 5. Quenten und 12. Gran konte aufheben. =
Hierauf habe ich die Platte nach eben dieser
Seite
Memoir.
de
Acad.
1731.
ner doe.