über einige Versuche mit dem Magnet. 121
wenn ich den Magnet nicht daran hielt; wenn
ich aber denselben daran brachte, und die stählerne =
Kugel dadurch war angezogen worden,
so wurde zugleich die Spiral=Feder, nach
Proportion der Nähe, oder auch der Kraft
des Magneten, durch die Nadel gespannet,
und sobald ich den Magnet hinweg that, so
wurde die Magnet=Nadel durch die SpiralFeder ¬
wieder zurück geführet, und der kleine
Winckelhaken erhielt sie hernach in ihrer gewöhnlichen =
Richtung.
Um aber diese Spiral=Feder an die Nadel
recht anzubringen, hatte ich das innerste Ende
derselben an die Spitze, worauf diese ruhete,
auf eben die Art befestiget, wie sie mit der Unruhe ¬
einer gewöhnlichen Uhr verbunden ist
und hatte das äusserste Ende derselben in Gestalt =
eines kleinen Ringes, von ungefehr einer
halben Linie im Durchschnitt, zusammen gebogen. =
An der Nadel selbst befand sich, in
einer gehörigen Entfernung von der Kappe, ein
kleines Zäpfgen von Kupffer, welches sich
frey bis in vorgedachten Ring erstreckte, und
sodann wurde die Nadel gleichsam durch die
Spiral=Feder ordentlich geführet.. Man
kan die also eingerichtete Machine in der dritten ¬
Figur sehen. Wenn ich mich hernach
eben dieser Nadel ohne Spiral=Feder bedienen ¬
wolte, so nahm ich sie nur bloß von der
Spitze herab, und setzte sie auf eine andere,
oder liesse sie auch frey darauf schweben, ohne
daß
H5
Memoir.
de
l'Acad.
1731.
pag.601.