Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

über  einige  Versuche  mit  dem  Magnet.  121
wenn  ich  den  Magnet  nicht  daran  hielt;  wenn
ich  aber  denselben  daran  brachte,  und  die  stählerne =
  Kugel  dadurch  war  angezogen  worden,
so  wurde  zugleich  die  Spiral=Feder,  nach
Proportion  der  Nähe,  oder  auch  der  Kraft
des  Magneten,  durch  die  Nadel  gespannet,
und  sobald  ich  den  Magnet  hinweg  that,  so
wurde  die  Magnet=Nadel  durch  die  SpiralFeder ¬
  wieder  zurück  geführet,  und  der  kleine
Winckelhaken  erhielt  sie  hernach  in  ihrer  gewöhnlichen =
  Richtung.
Um  aber  diese  Spiral=Feder  an  die  Nadel
recht  anzubringen,  hatte  ich  das  innerste  Ende
derselben  an  die  Spitze,  worauf  diese  ruhete,
auf  eben  die  Art  befestiget,  wie  sie  mit  der  Unruhe ¬
  einer  gewöhnlichen  Uhr  verbunden  ist
und  hatte  das  äusserste  Ende  derselben  in  Gestalt =
  eines  kleinen  Ringes,  von  ungefehr  einer
halben  Linie  im  Durchschnitt,  zusammen  gebogen. =
  An  der  Nadel  selbst  befand  sich,  in
einer  gehörigen  Entfernung  von  der  Kappe,  ein
kleines  Zäpfgen  von  Kupffer,  welches  sich
frey  bis  in  vorgedachten  Ring  erstreckte,  und
sodann  wurde  die  Nadel  gleichsam  durch  die
Spiral=Feder  ordentlich  geführet..  Man
kan  die  also  eingerichtete  Machine  in  der  dritten ¬
  Figur  sehen.  Wenn  ich  mich  hernach
eben  dieser  Nadel  ohne  Spiral=Feder  bedienen ¬
  wolte,  so  nahm  ich  sie  nur  bloß  von  der
Spitze  herab,  und  setzte  sie  auf  eine  andere,
oder  liesse  sie  auch  frey  darauf  schweben,  ohne
daß
H5

Memoir.
de
l'Acad.
1731.
pag.601.
            
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