Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

über  einige  Versuche  mit  dem  Magnet.  119
es  kan  sodann  die  Magnet=Nadel  doch  nur  Memoir,
de
sehr  wenig  gegen  den  Mittel=Punct  des  Wirl'Acad. =

bels  fortrücken,  folglich  fängt  sie  wieder  an
1731
langsam  zu  gehen,  wie  sie  im  Anfang  gethan
hat.  Diese  Ungleichheit  ist  viel  weniger  zu
bemercken,  wenn  man  sich  der  kleinen  MagnetNadel =
  bedienet,  weil  alsdenn  gleichsam  die
Handhabe  des  Hebels  kürtzer  ist;  und  bey
einer  Nadel,  die  nur  einen  oder  anderthalb  Zoll
lang  ist,  wird  man  gar  nicht  das  geringste  davon ¬
  gewahr,  welches  auch  an  sich  so  deutlich  ist,
daß  es  keiner  weitläuftigern  Erklärung  bedarf. ¬

end
Weil  ich  aber  gleichwohl  schlechterdings
vermittelst  eines  entscheidenden  Experiments
die  Stärcke  von  beyden  Polen  eines  Magneten =
  erforschen  wolte,  so  ließ  ich  mir  eine  Nadel
von  Kupfer  verfertigen,  die  6.  Zoll  lang  und
gantz  glatt  war;  an  der  einen  Spitze  dersel=  p.  600.
nad
ben  befand  sich  eine  stählerne  Kugel  von  2.
Linien  im  Durchschnitt,  und  an  der  andern
eine  küpfferne  Kugel  von  gleicher  Schwere.
Diese  Nadel,  wie  man  selbst  leicht  erachten
wird,  strebte  nach  keiner  besondern  Richtung;
weil  ich  auch  recht  gewiß  versichert  seyn  wolte,
daß  sie  nicht  die  allergeringste  magnetische
Kraft  zu  erlangen  vermögend  sey,  so  hieng  ich
sie  deswegen  vermittelst  der  stählernen  Kugel
an  eine  jede  von  den  beyden  Einfassungen  eines
sehr  guten  Magneten;  sie  blieb  nach  und  nach
verschiedene  Stunden  an  einer  so  wohl,  als  an
der  andern  hangen,  und  nachdem  ich  sie  jedesma =

H4
            
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