Volltext : Dufay, Charles-François de Cisternai: Caroli de Cisternai du Fay Anmerckungen über verschiedene mit dem Magnet angestellete Versuche, welche er bey der Königl. Academie der Wissenschaften zu Paris in den gewöhnlichen Versammlungen ehemals öffentlich abgelesen, denen zugleich die in der Historie dieser Academie befindliche Einleitungen von dieser Materie, Wie auch des Herrn von Reaumur Versuche, womit er beweiset, daß der Stahl und das Eisen leichtlich magnetisch werden, wenn man sie gleich mit keinem Magnet bestrichen

über  einige  Versuche  mit  dem  Magnet  105
sen  anziehe,  als  der  andere;  nachdem  ich  auch  Memoit.
de
sonsten  wahrgenommen,  daß  diese  Begebenl'Acad. =

heit  durch  niemanden  noch  war  streitig  gemacht
1731.
worden,  und  da  ich  zugleich  das  mit  den  Feilspänen =
  gemachte  Experiment  als  entscheidend
ansahe,  so  habe  ich  mir  weiter  kein  Bedencken
gemacht,  diese  Wiedervereinigung  der  magnetischen =
  Materie  bey  dem  Pol  des  Ausganges
als  die  Ursache  dessen  anzusehen,  warum  derselbe =
  mehr  Eisen  anziehe,  indem  ich  glaubte,  es
müsse  nothwendig  die  stärckste  mittheilende
Kraft  mit  der  stärcksten  anziehenden  Kraft  verbunden =
  seyn.
Die  Vernunft  hätte  mir  zwar  die  falsche
Meynung  benehmen  können,  wie  wir  in  dem
folgenden  sehen  werden,  es  geschahe  aber  solches
blos  von  ohngefehr.  Jch  hatte  in  meiner  Abhandlung =
  im  Jahr  1730.  voraus  gesetzt,  daß
die  Kraft  des  südlichen  Pols  der  Magneten
keineswegs  durch  die  Nähe  des  nordlichen
Pols  des  Erdbodens  vermehret  werde  (wie
CARTESIUS  behauptet;)  nicht  weniger  hatte
pag  590.
ich  auch  gesagt,  ich  zweifelte  gar  sehr  daran,  daß
eben  dieser  Pol  nicht  auch  solte  seinen  Vorzug
auf  der  andern  Seite  des  Aequators  erhalten
die  Begierde,  so  ich  hatte,  die  Wahrheit  dieser
Muthmassung  zu  untersuchen,  veranlassete
mich,  alle  Mittel  herfürzusuchen,  dieses  Experiment ¬
  recht  genau  und  mit  allem  Fleiß  zu  machen, =
  und  die  Kraft  eines  jeden  Pols  von  einem
Magneten,  oder  magnetisch  gemachten  Stahl,
mit  aller  möglichen  Sorgfalt  abzumessen.
An=
            
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