über einige Versuche mit dem Magnet 105
sen anziehe, als der andere; nachdem ich auch Memoit.
de
sonsten wahrgenommen, daß diese Begebenl'Acad. =
heit durch niemanden noch war streitig gemacht
1731.
worden, und da ich zugleich das mit den Feilspänen =
gemachte Experiment als entscheidend
ansahe, so habe ich mir weiter kein Bedencken
gemacht, diese Wiedervereinigung der magnetischen =
Materie bey dem Pol des Ausganges
als die Ursache dessen anzusehen, warum derselbe =
mehr Eisen anziehe, indem ich glaubte, es
müsse nothwendig die stärckste mittheilende
Kraft mit der stärcksten anziehenden Kraft verbunden =
seyn.
Die Vernunft hätte mir zwar die falsche
Meynung benehmen können, wie wir in dem
folgenden sehen werden, es geschahe aber solches
blos von ohngefehr. Jch hatte in meiner Abhandlung =
im Jahr 1730. voraus gesetzt, daß
die Kraft des südlichen Pols der Magneten
keineswegs durch die Nähe des nordlichen
Pols des Erdbodens vermehret werde (wie
CARTESIUS behauptet;) nicht weniger hatte
pag 590.
ich auch gesagt, ich zweifelte gar sehr daran, daß
eben dieser Pol nicht auch solte seinen Vorzug
auf der andern Seite des Aequators erhalten
die Begierde, so ich hatte, die Wahrheit dieser
Muthmassung zu untersuchen, veranlassete
mich, alle Mittel herfürzusuchen, dieses Experiment ¬
recht genau und mit allem Fleiß zu machen, =
und die Kraft eines jeden Pols von einem
Magneten, oder magnetisch gemachten Stahl,
mit aller möglichen Sorgfalt abzumessen.
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