Memoir.
de
l'Acad.
1730.
pag. 224
Pag 225
100 II. Abtheilung der Anmerckungen
Aus allen diesen Betrachtungen und Erfahrungen =
mache ich endlich den Schluß, daß
die Einfassungen und der Ring, daran man
einen Magnet aufhänget, von Eisen seyn müssen, =
weil die Härgen desselben, indem es allezeit =
nahe um den Magnet ist, leicht in einerley
Stellung erhalten werden, und indem sie sich
zu allen Einrichtungen bequemen, so braucht
auch nicht der geringste Theil der Kraft des
Magneten angewendet zu werden, um sie hierzu =
zu nöthigen; der Stahl, dessen Theile mehr
Widerstand thun, schickt sich schon nicht so gut
hierzu, und der gehärtete Stahl wird noch weniger =
tüchtig dazu seyn. Weil die Erfahrung
in solchen Dingen, wo dieselbe statt findet, die
völlige Überzeugung zuwege bringen muß, so
bin ich durch richtige und genaue Versuche vollkommen =
vergewissert worden, daß die Vernunft =
mich nicht betrogen habe, und nachdem
ich zu einem gewissen Magnet habe Einfassungen =
von Eisen, gemeinen und gehärteten Stahl,
verfertigen lassen, die einander so gleich waren,
als es nur immer möglich zu machen, so habe
ich befunden, daß die von reinem und nicht gar
zu spröden Eisen, die allerbesten gewesen, da hingegen =
die von gehärtetem Eisen viel schlechter
waren, indem eben derselbe Magnet mit diesen
letztern eine ungleich schwächere Kraft hatte,
als mit den ersteren.
Wenn aber im übrigen bey dieser Meynung
ja noch etwa ein bedingter Lehr=Satz ist, der
das Ansehen hat, daß er schwerlich möchte können =