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selbst angenommen haben, und daß wir dem zu Folge =
von andern Menschen behaupten, sie haben keine =
Grundsäze, wenn sie die unsrigen nicht annehmen ¬
wollen. Versteht man unter Prinzipien allgemeine ¬
Säze, die man zur Noth auf besondere
Fälle anwenden kann; wo ist da ein Mensch, der
nicht Grundsäze haben sollte? Aber, was ist auch
dabey verdienstliches, wenn man dergleichen =
Prinzipien / hat? Es sind ja schwankende Maximen =
/ bey denen einen gar nichts die richtige Anwendung =
derselben lehrt. Rühmt man von einem =
Menschen den Besiz von dergleichen Grundsäzen; =
so sagt man im Grund so viel, er ist nicht
vermögend bestimmte Jdeen von dem, was er
denkt, zu haben. Soll man also Prinzipien haben: ¬
so heißt das nicht so viel, daß man bey ihnen =
anfangen müsse, um sodann auf Kenntnisse
herunter zu steigen, die weniger allgemein sind;
sondern es heißt so viel, man müsse die partikulären =
Wahrheiten gehörig studirt, und sich von
Abstraktion zu Abstraktionen bis zu allgemeinen
Säzen emporgeschwungen haben. Diese Arten
von Prinzipien sind durch die besondern Kenntnisse,
die zu ihnen geführt haben, bestimmt. Jn ihnen
liegt der ganze Umfang, den sie einschließen, und
man kann sich von ihrer Wahrheit dadurch versichern, =
daß man sie beständig richtig anwendet. Von
einem Menschen den Besiz von dergleichen Prinzipien =
rühmen, heißt anzeigen, er kenne die Künste
und die Wissenschaften vollkommen, mit denen er
sich beschäftiget, und er denke durchgängig bestimmt
und deutlich.