Volltext : Condillac, Etienne Bonnot: Versuch über den Ursprung der menschlichen Erkenntnis

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als  wenn  man  sich  mit  Gegenständen  beschäftiget,
die  die  Aufmerksamkeit  sehr  üben,  und  eine  größere
Anzahl  von  Zeichen  und  von  Jdeen  mit  einander
verbinden.  Davon  hängt  alles  ab.  Und  hieraus
erhellet  auch,  um  dieses  im  Vorbeygehn  anzumerken, =
  daß  die  Gewohnheit,  Kinder  in  ihren  ersten
Jahren  mit  der  Erlernung  solcher  Dinge  zu  beschäftigen, =
  die  sie  nicht  begreifen,  und  woran  sie  kein
Jnteresse  finden  können,  zu  Entwickelung  ihrer
Talente  sehr  wenig  nüzt.  Denn  dadurch  wird
keine  Verknüpfung  der  Jdeen  veranstaltet;  oder,
wenn  es  auch  geschieht:  so  ist  dieser  Zusammenhang =
  doch  so  schwach,  daß  sie  ihn  nicht  behalten
können.
§.  51.  Mittelst  der  Reflexion  lernen  wir  die
Fähigkeiten  der  Seele  kennen.  Wir  haben  gezeigt,
daß  die  Seele,  so  lang  man  die  Aufmerksamkeit  nicht
auf  sich  selbst  richtet,  allem,  was  sie  umgiebt,
unterworfen  ist,  und  daß  sie  in  diesem  Zustand
nichts,  ohne  eine  fremde  Kraft,  besizt.  Ist  man
aber  Herr  über  seine  Aufmerksamkeit,  und  kann
man  sie  einmal,  nach  seinem  Willen  lenken:  so
macht  die  Seele,  aus  eigner  Kraft,  Anordnungen;
sie  bildet  Ideen,  die  sie  nur  sich  allein  zu  verdanken ¬
  hat  und  sie  bereichert  sich,  aus  ihren  eignen
Fonds.
Der  Effekt  dieser  Operation  ist  um  so  viel  beträchtlicher, =
  da  wir  durch  sie  über  unsre  Perzeptionen ¬
  ohngefähr  eben  so  gebieten,  als  wenn
wir  die  Kraft  hätten,  sie  hervorzubringen,  oder
sie  zu  vernichten.  Wenn  ich  eine  von  den  Perzeptionen, =
  die  ich  eben  habe,  aushebe:  so  wird  das
            
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