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die Operationen der Thierseelen sind auf die Perzeption, ¬
das Bewußtseyn, die Reminiscenz und
auf eine gewisse Imagination eingeschränkt, die
sich nicht nach ihren Befehlen richtet; die menschliche ¬
Seele hat hingegen noch andre Operationen,
deren Erzeugung ich nun erklären will.
§. 44. Das, was ich von der Jmagination und
vom Gedächtniß gesagt habe, muß man auch auf
das Betrachten anwenden, nachdem man es entweder =
zu jenem oder zu diesem rechnet. Läßt man
es im Behalten der Perzeptionen bestehn: so hängt
die Ausübung desselben, vor dem Gebrauch der
Läßt
willkührlichen Zeichen, nicht von uns ab.
man es hingegen im Erhalten der Zeichen selbst
bestehn: so kann es, vor ihrem Gebrauch, gar
nicht geübt werden.
§. 45. Jn so fern Einbildungskraft, Betrachten =
und Gedächtniß gar nicht geübt werden; oder
in so fern die beyden erstern nur auf eine Art geübt ¬
werden, worüber man aber nicht nach seiner
Willkühr gebieten kann: in so fern kann man auch
selbst über seine Aufmerksamkeit nicht herrschen.
Wie sollte man auch über sie herrschen können, da
die Seele noch keine Operation in ihrer Gewalt
hat? Die Seele geht nicht anders von einem Gegenstand =
zum andern über; sie werde denn durch
die Kraft des Eindrucks, den die Dinge auf sie
machen, dazu gezwungen.
§. 46. Sobald aber ein Mensch anfängt,
Ideen mit den Zeichen zu verbinden, die er sich
selbst ausgewählt hat; sobald bildet sich das Gedächtniß =
in ihm aus. Ist einmal das Gedächt¬