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in ihrem Gehirn verknüpft sind, von selbst und
nach ihrem eignen Belieben wieder aufwecken können, =
dieser Mangel durch die Imagination vollkommen =
ersezt wird. Denn, indem die Einbildungskraft =
ihnen die Perzeptionen, selbst der
abwesenden Gegenstände, von neuem rege macht:
so kommen die Thiere gerade in den Fall, daß sie
sich so betragen, als wenn sie diese Gegenstände
vor Augen hätten, und daß sie weit schleuniger
und sicherer für ihre Erhaltung sorgen, und sich
vorsehn, als wir bisweilen selbst, mit Hülfe der
Vernunft, zu thun im Stande sind. Wir können =
etwas Aehnliches bey uns, bey solchen Gelegenheiten =
bemerken, wo die Reflexion zu spät
seyn würde, um uns einer Gefahr zu entreißen.
So erweckt die Jmagination, z. B. beym Anblick
eines fallenden Körpers, der uns zerschmettern
will, plözlich die Idee vom Tod, oder von etwas,
was sich dem Tod nähert; und diese Jdee bewegt
uns sogleich, daß wir dem Unglück entfliehen,
welches uns drohet. Wir würden zuverläßig umkommen, =
wenn wir in solchen Augenblicken nur
die Hülfe des Gedächtnisses und der Reflexion gebrauchen =
könnten.
§. 42. Oft erzeugt die Einbildungskraft auch
solche Wirkungen in uns, von denen man glauben
sollte, daß sie der allergegenwärtigsten Reflexion
zugehören. Wenn uns eine Jdee gleich sehr beschäftiget: =
so wirken die uns umgebenden Gegenstände =
doch immerfort auf unsre Sinne. Die
Perzeptionen, die sie verursachen, wecken andre
Perzeptionen auf, mit denen sie verbunden sind,