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und er würde daher ein Narr seyn. Der zweyte
hingegen würde zu viel Gedächtniß und zu viel
Imagination haben; dieses Ueberflüßige würde
beynahe denselbigen Effekt hervorbringen, den die
gänzliche Beraubung eines von beyden Vermögen
erzeugen kann. Er würde den Gebrauch seiner
Reflexion schwerlich haben: er würde toll seyn.
Da sich die allerungleichartigsten Ideen in seiner
Seele sehr genau mit einander verküttet haben,
und zwar blos dadurch, daß er sie zusammengedacht =
hat: so hält er sie für Ideen, die ganz natürlich ¬
mit einander verbunden sind, und er reihet
sie, als richtige Schlußfolgen, an einander an.
Es ließe sich zwischen diesen beyden äußersten
Gränzen ein Mittel denken, wobey eine zu starke
Einbildungskraft, und ein zu starkes Gedächtniß
der Gründlichkeit des Verstandes nicht schaden,
und wobey der zu geringe Grad derselben ihren
Annehmlichkeiten keinen Abbruch thun würde.
Vielleicht ist aber dieser mittlere Grad so ungewöhnlich, ¬
daß sich ihm die größten Genies nur
einigermaßen genähert haben. Nachdem sich verschiedene =
Denker von diesem Mittel entfernen, und
nach den äußersten entgegengesezten Gränzen hinhangen, ¬
nachdem haben sie Eigenschaften, die mehr
oder weniger mit einander unverträglich sind; weil
sie mehr oder weniger von den äußersten Punkten
haben müssen, die einander völlig ausschließen.
Diejenigen also, die sich der Extremität nähern,
wo die Einbildungskraft und das Gedächtniß die
Oberhand haben, verliert verhältnißmäßig dieje¬