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Benennungen und ihrer Umstände einzig und allein
von der Verknüpfung herrührt, die die Aufmerksamkeit ¬
unter diesen Dingen und den Bedürfnissen, ¬
worauf sie einige Beziehung haben, hervorgebracht ¬
hat. Man hebe diese Verknüpfung auf,
und man wird zu gleicher Zeit die Einbildungskraft ¬
und das Gedächtniß vernichten.
§. 33. Nicht alle Menschen können ihre Jdeen
mit gleicher Kraft, auch nicht in gleicher Anzahl,
mit einander verbinden. Daher kömmt es, daß
die Jmagination und das Gedächtniß nicht bey
allen gleich vortreflich ist. Dieses Unvermögen
zur Aneinanderkettung der Jbeen rührt vom verschiedenen =
Bau der Organen, oder auch von der
Natur der Seele selbst her. Die Ursachen davon
sind demnach alle physisch, und gehören nicht in
mein Werk. Ich will blos anmerken, daß die
Organen bisweilen blos deswegen zur Verbindung
der Ideen ungeschickt sind, weil man sie nicht
hinlänglich geübt hat.
§. 34. Das Vermögen, unsre Jdeen verknüpfen =
zu können, hat seine Nachtheile, aber auch
seine Vortheile. Um beyde recht fühlbar zu machen, =
denke man sich ein Paar Menschen; einen,
bey dem sich die Jdeen nie haben verknüpfen können, =
und einen zweyten, der sie so leicht und so
stark mit einander hat verbinden können, daß er
nicht mehr im Stand ist, sie zu trennen.
Jener
würde kein Gedächtniß und keine Einbildungskraft
haben, und er würde folglich zu Vollbringung aller ¬
Operationen unfähig seyn, die aus ihnen fliessen. =
Reflektiren würde er eben so wenig können;