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und die ich gestern hatte, und unter der Empfindung =
meines Ichs aufgehoben würde, — nicht
würde erkennen können, ob dasjenige, was sich
gestern mit mir zugetragen hat, wirklich mit mir
vorgegangen ist. Wenn diese Verknüpfung in einer ¬
jeden Nacht zerstört würde: so würde ich, so
zu sagen, alle Tage ein neues Leben anfangen, und
Niemand würde mich überzeugen können, daß mein
heutiges Jch das Jch der vorigen Nacht sey. Die
Reminiscenz wird demnach durch die Verknüpfung
erzeugt, die die Folge unsrer Perzeptionen zusammen ¬
erhält. Jch werde die Wirkungen dieser Verknüpfung =
in den folgenden Kapiteln immer mehr
und mehr entwickeln. Frägt man aber; wie
kann diese Verknüpfung selbst, durch die Aufmerksamkeit =
gebildet werden: so dient zur Antwort,
daß der Grund davon einzig und allein in der Natur ¬
der Seele und des Körpers liegt. Eben deswegen ¬
halte ich diese Verknüpfung für eine erste
ursprüngliche Erfahrung, die zur Erklärung aller
übrigen hinreichen muß.
Um die Reminiscenz so genau als möglich zu
zergliedern, müßte man ihr zwey Namen geben;
Einen, in so fern sie uns unser Wesen erkennen
macht; den andern, in so fern sie uns zur Kenntniß =
der Perzeption verhilft, die in der Seele von
neuem wiederholt werden. Denn dieses sind Jdeen,
die sehr von einander verschieden sind. Allein die
Sprache hat keinen Ausdruck, dessen ich mich bedienen ¬
könnte; und das Ersinnen neuer Ausdrücke ¬
würde bey meinem Zweck unnüz seyn. Jch
begnüge mich, angemerkt zu haben, aus welchen