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sie gleich anfänglich unbehutsam mit einfachen
Ideen überladen. Wir werden sie bald in einer,
bald in einer andern Bedeutung nehmen. Denn,
da wir die Sammlungen der Ideen nur so obenhin ¬
dem Verstand eingedrückt haben: so werden
wir oft etwas zu denselben hinzusezen, oft etwas
von denselben wegthun, ohne es gewahr zu werden. ¬
Fangen wir aber die Sache so an, daß wir
nur wenige Ideen an die Wörter knüpfen; und
gehn wir nur sehr ordentlich zu größern Sammlungen ¬
über: so werden wir uns gewöhnen, unsre
Notionen immer mehr und mehr zusammenzusezen,
ohne sie dadurch unbestimmter und ungewisser zu
machen.
§. 22. Dieses ist die Methode, die ich, besonders =
im dritten Abschnitt dieses Werks, befolgt ¬
habe. Ich fing nicht mit der Vorlegung
der Namen für die Seelenoperationen an, um sie
nachher zu definiren; sondern ich suchte mich in
die vortheilhaftesten Umstände zu versezen, unter
welchen ich die Fortbildung derselben beobachten
konnte. Und so wie ich mir Ideen bildete, die zu
den vorigen hinzukamen, bestimmte ich sie auch mit
Namen, und bequemte mich nach dem Sprachgebrauch, =
so oft es ohne Nachtheil geschehen konnte.
§. 23. Wir haben zwo Arten von komplexen
Notionen. Einige bilden wir nach Modellen.
Andre bestehn aus gewissen Kombinationen einfacher =
Ideen, die der Verstand, durch eine Wir
kung seiner eignen Wahl, zusammenfügt.
Wollte man sich, durch eine willkührliche
Versammlung einfacher Ideen, Notionen von Sub=