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der Sensationen, als der Operationen der Seele,
durch die Umstände, sehr genau bestimmt werden
können; weil sie schon so genau bestimmt sind, daß
die Kinder sich dabey nicht irren. Ein Philosoph
muß, wenn von den Sensationen die Rede ist,
nur zwey Fehler zu vermeiden suchen, worinnen
die Menschen durch voreilige Urtheile zu verfallen
pflegen. Der eine ist, wenn man glaubt, die
Sensationen seyen an den Objekten; der zweyte ist
der, wovon wir eben geredet haben, daß dieselbigen =
Gegenstände in einem jeden von uns dieselbigen ¬
Sensationen hervorbringen.
§. 9. Sobald die Ausdrücke zur Bezeichnung
einfacher Jdeen genau und richtig sind: so bald ist
kein weiteres Hinderniß da, daß man nicht auch
diejenigen Ausdrücke bestimmen könnte, die andern
Ideen zugehören. Man darf zu dem Ende nur
die Anzahl und die Beschaffenheit der einfachen
Ideen bestimmen, aus welchen man eine komplexe
Notion bilden kann. Daß man in diesem Fall so
viele Hindernisse bey der Beschränkung des Sinnes
der Namen findet, so daß nach vieler Mühe doch
noch viel Vieldeutigkeit und Dunkelheit übrig
bleibt, davon liegt der Grund darinnen, daß man
diese Wörter schon im Gebrauch findet, nach welchem ¬
man sich richten will.
Die Moral liefert
uns vorzüglich so höchstzusammengesezte Ausdrücke,
und der Sprachgebrauch, den wir zu Rath ziehn,
stimmt so wenig mit sich selbst überein, daß wir,
dieser Methode wegen, nothwendig ungenau reden,
und in sehr viele Widersprüche fallen müssen. Gewiß =
würde einer, der sich anfänglich blos auf die