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welchen wir uns von Natur finden, so deutlich
bezeichnet, daß sich die Kinder selbst darinnen nicht
irren können. So wenig sie auch mit ihrer Sprache ¬
bekannt sind: so vermischen sie die Namen der
Sensationen doch nicht, und sie haben von den
Wörtern, weis, schwarz, roth, Bewegung, Rühe,
Vergnügen, eben so klare Begriffe, als wir selbst.
Was die Operationen der Seele betrift: so unterscheiden ¬
sie die Namen derselben gleichfalls, wenn
sie nur einfach sind, und wenn die Umstände ihre
Reflexion auf diese Seite hinlenken. Denn man
sieht aus ihrem Gebrauch der Wörter, Ja, Nein,
ich will, ich will nicht, daß sie die wahre Bedeutung ¬
derselben fassen.
§. 17. Man wird mir vielleicht den Einwurf
machen, es sey bewiesen, daß dieselbigen Gegenstände ¬
in verschiedenen Personen verschiedene Sensationen ¬
erzeugen; daß wir sie nicht alle unter denselbigen ¬
Ideen der Größe sehen, daß wir nicht
dieselbigen Farben an ihnen wahrnehmen, u. s. w.
Ich antworte: wir verstehn uns demohngeachtet =
allemal hinlänglich in Rücksicht auf den
Zweck, den man sich in der Metaphysik und MoJn ¬
der Moral hat man z. B. nicht
ral sezt.
nöthig, sich zu versichern, daß dieselbigen Strafen
bey allen Menschen dieselbigen Empfindungen von
Schmerz hervorbringen, und daß dieselbigen Belohnungen =
dieselbigen angenehmen Empfindungen
bey allen Menschen zur Folge haben. So groß
auch die Verschiedenheit seyn mag, mit welcher
die Ursachen des Vergnügens und des Schmerzes
Menschen von verschiedenen Temperamenten affi=