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Prinzipium, einen metaphorischen Ausdruck, ein
vieldeutiges Wort mißbrauchen, um sie so anzuwenden, ¬
daß wir unsre Lieblingsmeynungen daraus =
herleiten können. Wenn wir uns also irren:
so sind die schwankenden Prinzipien, die Metaphern ¬
und die vieldeutigen Wörter schon vor unsern =
Leidenschaften da. Will man also alle Kunstgriffe =
des Irrthums vereiteln: so darf man sich
nur dieser leeren Sprache enthalten.
§. 8. Wenn der Ursprung des Jrrthums im
Mangel der Ideen, oder in unrichtig bestimmten
Ideen liegt: so muß der Ursprung der Wahrheit ¬
in richtig bestimmten Ideen zu suchen seyn.
Hievon sind die mathematischen Wissenschaften
Beweise. Wenn wir nur bestimmte Begriffe
von den Gegenständen haben: so werden diese immer =
zur Unterscheidung der Wahrheit zureichen.
Haben wir hingegen dergleichen Begriffe nicht: so
werden wir vergebens alle erdenkliche Vorsicht anwenden: =
allemal werden wir alles durch einander
werfen. Kurz, mittelst richtig bestimmter Begriffe
würde man in der Physik allemal mit sichern Schritten =
fortgehn; ohne dergleichen Begriffe würde
man sich hingegen selbst in der Arithmethik irren.
§. 9. Wie kömmt's aber, daß die Arithmetiker =
so richtige Begriffe haben? Da sie ihre Erzeugung ¬
auseinander kennen: so können sie sie immer
zusammensezen und wiederum aus einanderlegen,
um sie nach allen ihren Beziehungen vergleichen zu
können. Nur durch Reflexion auf die Entstehungsart =
der Zahlen hat man die Regeln der Kombina=